Gerade arbeite ich sehr fleißig daran, mein neues Projekt richtig in die Gänge zu bringen.
Ich hab Anfang März beschlossen, mir ein Business im Webdesignbereich aufzubauen. Doch das ist kein geschützter Begriff. Daher gibt es neben mir noch seeeeeeehr viele Andere, die sich mit derselben Idee selbstständig gemacht haben, lange vor mir.
So begann ich, erste Aufträge anzunehmen. Die ersten Sachen machte ich sehr günstig. Es war mir wichtiger, erste Werke vorzeigen zu können, als einen guten Stundenlohn zu haben. Zeitgleich entwarf ich ein Konzept für meine eigene Marketingstrategie. Wie möchte ich mich im Web aufstellen, wie Spitz positioniere ich mich und wie hebe ich mich von anderen Webdesigner ab, so dass es genau meine Wunschkunden anspricht?
Und by the Way, wer genau sind meine Wunschkunden überhaupt?
Ich nutze dafür gerne Evernote.
Dort kann ich wunderbar verschiedene Projekte managen, Arbeitsprozesse, Ideen, Kundenaufträge. Egal was ich festhalten muss, alles findet dort sinnvoll seinen Platz.
Obwohl es mir sehr schwer fällt, bin ich ein Verfechter davon, mit Dingen raus zu gehen, bevor sie perfekt sind. Denn Perfekt ist eine Illusion, die uns nur davon abhält, mutig unser Ding durch zuziehen.
Also beschloss ich direkt, welche Teile meiner Webseite fertig sein müssen, damit ich sie veröffentliche. Alles Andere, was ich auf der Seite haben will, kann ich Schritt für Schritt abarbeiten.
Witzigerweise hatte ich direkt zu Anfang, so viele Aufträge, dass ich an meiner eigenen Seite gar nicht mehr weiter arbeiten konnte. Bis ich Anfang Juni merkte, das muss ich ändern. Meine Webseite soll eine Anlaufstelle für meine Kunden sein. Ich möchte dort nicht nur erklären, was genau ich anbiete, sondern auch Adressaten-gerechte Informationen über Themen wie SSL, DSGVO, Worpress und co.
Ich arbeite mit Menschen zusammen, die eine Leidenschaft haben. Sie stellen lebensechte Künstlerpuppen her, sogenannte Rebornbabys. Einige machen es nur als Hobby aber immer mehr haben den Wunsch, davon leben zu können. Und genau da komme ich ins Spiel. Diese Mädels brauchen eine Webseite, Visitenkarten, ein Logo, Urkunden, Stellwände etc. Sie brauchen eine Marketingstrategie, damit sie sich von den anderen Künstlern unterscheiden und sichtbar werden.
Da ich früher selbst sehr erfolgreich war in dieser Branche, weiß ich genau, wovon ich rede und sie wissen, dass ich es weiß. Damit ist meine Professionalität in dem Bereich geklärt und ich kann mich sauber positionieren.
Wenn ihr meine Webseite anschaut, werdet ihr sehr schnell feststellen, wie Spitz ich mich aufgestellt habe. Kein Mensch außerhalb dieser Szene, käme auf die Idee, bei mir eine Webseite zu ordern. Das ist ok, denn ich möchte genau für diese Mädels da sein und nicht für den Rest der Welt. Das können oder
übernehmen.
Immerhin heißt meine Seite sogar:
www.rebornbaby-design.ch
Ich bin inhaltlich noch lange nicht fertig. Mir ist es wichtig, alles möglichst einfach und mit vielen Beispielen darzustellen, farbintensiv, bildlastig und mädchenmädchen eben.
Meine Kunden haben keine Ahnung, was der Unterschied zwischen einer Vektorgrafik und einem PNG sein könnte, oder was es bedeutet, wenn eine Webseite responsive ist.
Oftmals bekomme ich Bildmaterial in einer nicht verwertbaren Qualität zugeschickt, weil einfach das Wissen dahinter nicht vorhanden ist.
Auf meiner To-Do liste für Ende Jahr, steht deswegen ein Online-Foto-Kurs für Rebornerinnen auf dem Programm...
Wenn die Mädels bessere Fotos machen, erleichtert das meine Arbeit, sie verkaufen höherpreisig ihre Babys und können mir damit mehr bezahlen. So wird dann für alle ein Schuh draus. hehe
Aktuell arbeite ich neben den Kundenaufträgen an meinem Kundenbereich. Dort wird es Schritt für Schritt Videoanleitungen geben. Da steckt zwar jetzt viel Zeitaufwand drin, aber ich muss dann hinterher nicht mehr jeder Kundin einzeln erklären, wie sie die Logos auf ihre Puppenfotos bekommt, sie verkleinert oder einen neuen Beitrag auf Wordpress schreibt. Ein gut strukturierter Anleitungsbereich, wird mir später sehr viel Zeit sparen, und zeitgleich einen Bonuspunkt für meine Arbeit darstellen.
Ich liebe solche Projekte.
Es macht einfach so unfassbar viel Spaß, sich auszudenken wie man das sinnvoll und gewinnbringend aufbauen kann und dann die Ideen umzusetzen.
Kennt ihr so Leute, die immer Firmen gründen und die dann verkaufen, um eine neue Firma zu gründen?
Ich kann das total gut nachvollziehen. Jedem Anfang, wohnt ein Zauber inne... und ich liebe diesen Zauber, da steckt so viel Energie drin.