Bob die Bahn vs. Ben Frieden
Solche transatlantischen Mediennetzwerke, die mit Formaten, wie diese unfassbar erschreckende Episode von "Bob die Bahn" ihre kranke Kriegsideologie in junge, unbedarfte und formbare Kindergehirne einpflanzt, müssen boykottiert werden,.. denn darin wird der Krieg nicht nur verharmlost sondern sogar verherrlicht und als hip & stylisch verkauft.
Ben Frieden auf der 100. Hamburger Mahnwache für den Weltfrieden. (23.05.2016)
Die Rede im Wortlaut:
"Krieg lehren uns viele. Wer aber lehrt uns den Frieden?" ... ist ein bekanntes Zitat des Schweizer Journalisten und Autoren Walter Ludin.
Und ja, wieso eigentlich nicht? Frieden als Schulfach... so selbstverständlich wie Deutsch und Mathematik. Okay, vielleicht nicht so unbeliebt wie Mathe, versteht sich. Ein Fach, das man lehren und studieren kann, um es dann in die Welt hinaus- und für die nächsten Generationen weiterzutragen. Ja, ich weiß... das ist wieder viel zu naiv und "gutmenschlich" von mir gedacht. Aber was bleibt mir in der heutigen Zeit übrig... soll ich etwas aufhören zu hoffen? Soll ich aufhören die Missstände anzuprangern und mir den Frust von der Seele zu schreiben?
Mir ist durchaus bewusst, dass die Realität leider anders aussieht... das Schulsystem ist marode, Gelder und Lehrkräfte werden gestrichen, Geld wurde und wird lieber in Banken und Krieg gesteckt als in Bildung. Und die paar Schüler, die noch zuhören, geraten in Gefahr in Propaganda-Programme oder Werbeveranstaltungen der Bundeswehr zu geraten, die vermehrt in den letzten Jahren in Deutschlands Schulen stattfinden. 'Krieg ist wieder hip, Krieg ist wieder denkbar und ja Deutschland soll sich mal nicht so haben und endlich wieder richtig mitmischen. Wird doch auch gut bezahlt' ... und nirgends lässt sich so eine Denkweise besser einpflanzen als in jungen, offenen und formbaren Teenagergehirnen, die keine 10 Jahre vorher noch an den Weihnachtsmann schrieben, dass sie Weltfrieden möchten.
Überall kommen fast nur noch die zu Wort, die uns in den Krieg treiben, aber selber nie in einen waren... aber die, die den 2. Weltkrieg noch miterlebt haben und ja, selbst die traumatisierten Bundeswehrsoldaten aus dem Afghanistankrieg, finden immer weniger Gehör. Wieso nicht? Was haben die vielleicht für Lehren aus dem Krieg gezogen, die wissenswert sind, aber die junge Menschen nicht hören sollen? Also ich lass mich lieber von jemanden belehren, der im Krieg war und begriffen hat, was für ein unglaublicher Gräuel er ist, als vom einem in Uniform steckenden und medaillenbehangenen Auftragsmörder, der an den Fäden der Wirtschafts- und Rüstungsindustrie hängt und der dessen Kriegsideologie in Schulklassen unserer Kinder predigt. Verabscheuungswürdig und zu verurteilen!
Seit 5 Jahren kann man nun auch direkt von der Schulbank aus zur Bundeswehr gehen... über 1200 Jugendliche haben dies seitdem jährlich getan, also ca. 6000 junger Seelen insgesamt, die nun wissen, wie man Menschen tötet und Drohnen lenkt. Herzlichen Glückwunsch! Statt Rousseau, Gandhi und Kant wird heute lieber die "neue deutsche Außenpolitik" gelehrt und näher gebracht. Für die wichtigen Fächer fehlt das Geld heißt es immer aber 30 Millionen Euro lässt Kriegsministerin Ursula van der "Leiden" jährlich für die Nachwuchswerbung springen. Und um möglichst viele Junge Menschen für das Militär zu begeistern, wurde dafür sogar ein Meldegesetz geändert. Einmal im Jahr übermitteln Meldebehörden die Daten von allen Jugendlichen mit deutscher Staatsbürgerschaft an die Bundeswehr, die kurz vor dem 17. Geburtstag stehen. Allein 2012 waren das 720000 Minderjährige, die moderne und stylische Reklame von der Bundeswehr im Briefkasten hatten. "Profitieren Sie von den attraktiven Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie den guten Sozialleistungen eines zukunftsorientierten und modernen Arbeitgebers" steht da dann geschrieben. Wie falsch, verlogen, irreführend und folgenschwer diese Anwerbung ist, wird den meisten Betroffenen erst klar, wenn sie nach einem Kriegseinsatz als gebrochene junge Menschen traumatisiert zurückkehren und dann anschließend hier vom Sozialsystem auch noch vergessen und im Stich gelassen werden... ja, nicht einmal mehr zu Wort kommen dürfen.
Und das ist so traurig... Schulen sind oder sollten doch zivile Einrichtungen sein und keine politischen oder militärische Auffangbecken. Lehrer sollten Verantwortung tragen ihren Zöglingen aufzuzeigen, dass Konflikte nur durch Kompromisse gelöst werden und niemals durch Gewalt und Machtausübung. Die Erfolge und Vorteile von Friedenspolitik, Versöhnung, sachlicher Diskussion, Mediation, Konfliktbearbeitung, echten demokratischem Wandel müssen den Schülern und Schülerinnen heute vermittelt werden - denn das System fliegt uns unleugbar um die Ohren, eben weil überall und immer mehr weltweit militärisch, wirtschaftlich und in der öffentlichen Meinung Krieg geführt wird.
Und ja, aus den Friedensbewegungen heißt es, dass man den Frieden erstmal in sich selber finden muss, bevor man ihn der ganzen Welt bescheren kann... und das mag AUCH richtig sein, aber GENAUSO richtig und wichtig ist es, unseren Kindern die Möglichkeit zukommen zu lassen Frieden zu lernen, bzw. es nicht zulassen, dass andere ihnen den Krieg lehren.
Deshalb: BUNDESWEHR...raus den Schulen und weg von unseren Kindern!
Quelle: (Ben Frieden verfasst am 15. Januar 2016)
https://www.facebook.com/benfrieden.80/posts/1666588120287543
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