Aufgrund diverser Faktoren ist die Tour nicht wie geplant verlaufen.
Wer mich kennt – hätte es auch nichts anderes erwartet!
Geplant war die Tour recht simpel:
Abfahrt mit meiner Freundin Ingrin in Zlan um 7 Uhr über Gmünd zum Parkplatz am Gößkarspeicher.Aufstieg zu rGießener Hütte über den Wanderweg, bzw Abkürzungen, Ingrid mit dem Fahrrad.Weiter zur Winkelscharte und über den Detmolder Grat (Klettersteig) zur Hochalmspitze und das Ganze über den gleichen Weg retour..
Tatsächlicher Tourenverlauf:
Kurz vor der Abfahrt zu Hause ist mein Autoschlüssel unauffindbar, was schon ca 15 min Zeitverzögerung brachte. Dann zusammen zum Gößkarspeicher gefahren. Umpackerei, Schuhe anziehen …. Fazit Abmarsch erst ca. 9 Uhr.
Nach 1 Std erreiche ich die Hütte und warte auf meine Freundin Ingrid, die Aufgrund der Steilheit das Fahrrad in der Botanik‚geparkt‘ hatte und auch raufgewandert ist. Nach einem schnellen Kaffee marschieren wir los. Aufgrund der Tourenplanung versicherte uns der Hüttenwirt wir bräuchten keine Steigeisen, Pickel und Helm. Also gleich mal das Zeugs auf der Hütte deponiert.
Das Wetter war gut angesagt und der Hochnebel sollte sich auflösen. Tja auf der Hütte war noch Sicht, doch allmählich holte uns der Nebel ein und wir hatten dann irgendwie eine Abzweigung verpasst und sind dann aus dem Nebel kommend ganz erstaunt vor den Steinernen Mandeln gestanden.
Meine Freundin meinte die Steinernen Mandel geht sie nicht rauf.
Verzweiflung und Panik! Seit Wochen der einzige freie Tag ohne Termine/Verpflichtungen, und jetzt zurück?
Den Wanderer im Abstieg gleich mal gefragt und folgende Info erhalten: er hat für den Abstieg,zu den Steinernen Mandeln ca. 1,5 von der Hütte zum Gipfel 4 Std gebraucht..
Ingrid meinte, wenn ich wolle könnte ich allein zum Gipfel und sie geht zur Hütte in Begleitung des absteigenden Wanderers zurück.
Ja es war schon nach 13 Uhr. Grübel, grübel, 1,5 zum Gipfel, 4 runter das wäre dann so bis 18-19 bei der Gießener Hütte.
Ah ja keine Steigeisen, kein Pickel … hmm das muss ohne auch gehen. Ist ja aufgefirnt.
Also ausgemacht ich bin spätestens bis 19 auf der Hütte.
Erst mal weiter auf allen Vieren übers Trippkeeses, jetzt bloß nicht runterrutschen. Die Finger wie eine Katze in den Firn gekrallt. Im oberen Teil hängt ein Seil bis dahin muss ichs schaffen. Yess oben! Ab da war eine Drahtseilpassage, dann weiter über Blöcke zur nächsten Drahtseilpassage. Über eine kl. Grat und dann auf zum Gipfel.
Erwartungsgemäß sollten keine Leute um die Uhrzeit oben sein. Kaum am Gripfelkreuz hatte ich schon einen Flachmann in der Hand, … Trink! Ja das hatte ich nicht erwartet Musik am Gipfel und gleich noch einen Zirben hinterher und noch das Mölltallied.
Gleich mal Fotos gemacht, naja und jetz mal runter damit Ingrid nicht zu lange warten muss.
Krixl-kraxl den Detmolder runter, kurzen Schneekkontakt weiter über große Platten zur Winkelscharte und dann noch wg dem Regen der Vortage noch ein paar ‚Flussquerungen‘ (Bäche) ;-)
Happy dann um vor. 19h auf der Hütte angekommen. Noch ein schnelles Getränk und ab zum Auto. Ingrid war mit dem Radl vor mir da.
Leichte Müdigkeit auf der Heimfahrt und Zufriedenheit den freien Tag doch noch bis zum letzten Lichtstrahl genutzt zu haben.
Wermutstropfen war trotz Sonnencreme einen fetten Sonnenbrand auf der Nase zu haben und dass Ingrid nicht am Gipfel mit dabei war.