Erste Kefir-Erfahrungen
Kefir ist ein fermentiertes Milchgetränk, das durch die Zugabe von Kefirknöllchen hergestellt wird.
Dadurch, dass es fermentiert wird, wird nichts vom Pilz abgetötet und es lebt!
Es gilt als ein natürliches Probiotika.
Geschichte
Kefir ist schon seit Jahrtausenden bekannt!!!
Der Name Kefir stammt vom türkischen Wort "keyif", was Wohlbefinden bedeutet.
Außerdem gehört Kefir zu der traditionellen russischen Volksmedizin.
Daher wird der Kefir auch oft kaukasisch-tibetischer Kefir genannt. Man geht davon aus, dass seine Ursprünge im Nord-Ossetien sind, eine kleine Region in den kaukasischen Bergen zwischen Russland und Georgien. Dort soll er das erste Mal hergestellt und getrunken worden sein.
Die Ossetier, welche von den nomadischen Skythen abstammen, haben sich dort angesiedelt, die ersten Milchkefir-Knöllchen geerntet um ihre Milch haltbarer zu machen. In Lederbeuteln hatten sie die fermentierte Milch dabei.
Traditionell wird der Kefir also in Lederbeuteln fermentiert und kann so ins Wohnzimmer gehängt werden. Jedesmal, wenn jemand den Raum betritt, "schlägt" man den Beutel, sodass die Kefirknollen in Bewegung kommen und so schneller fermentieren.
Vielleicht kommt es daher, dass der russische Zoologe, Anatome und Bakteriologe Professor Ilja Iljitsch Metschnikow Kefir erstmals um 1900 erforscht. Der Professor ist der Begründer von Probiotik. Für seine Forschungen im Bereich der Immunologie erhielt er im Jahre 1908 den Nobelpreis und gilt seither als einer der Begründer der modernen Immunologie.
Nicht nur dieser Mann hat den Kefir eine Bühne gegeben, sondern auch eine Russin, ihr Namen lautet Irina Sakharova. Nach einer Orientreise brachte sie den Kefir mit nach Moskau und preiste dort seine heilenden Wirkungen.
Und etwa in den 90er fand der Kefir in Deutschland einen großen Stellenwert. Immer mehr Menschen fanden Faszination und Interesse in dieser Knolle.
Louis Pasteur (1822-1895), der Erfinder von Pasteurisation (von Milch), hat gemeint, dass es pathogene Keime gibt, die uns schaden. Wenn wir mit diesen in Kontakt treten, werden wir krank.
Später, kurz vor dem Sterbebett, nahm er seine Aussagen zurück. Und korrigierte, dass es ums Milieu geht, welches man den Bakterien zur Verfügung stellt.
Durch die Pasteurisation sterben ALLE Bakterien ab.
Wenn dein Körper ein basisches Milieu lebt, dann können "schlechte Bakterien" dich auch nicht angreifen. Das saure Milieu gibt den "schlechten Bakterien" den Nährboden zum keimen.
Antibiotika tötet alle Bakterien, es ist gegen das Leben
Genauere und viele weitere Informationen zur Geschichte
Außerdem habe ich gehört, dass der Kefir in früheren Schriften vorgekommen ist. Leider findet man darüber nicht so viel im Internet. Außer hier:
Es kann davon ausgegangen werden, dass Kefir zunächst von Schafshirten im Orient hergestellt und konsumiert wurde. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde Kefir zu einem festen Bestandteil der Stammeskultur dieser muslimischen Wanderstämme, weshalb es im Laufe des 18. Jahrhunderts auch zu ersten Aufzeichnungen kam.
Mir stellt sich die Frage, wie sind die Leute früher auf Kefir gekommen? Was ist das genau?
Bisher habe ich nur gelesen, dass es ein sogenanntes "Zufalls"Produkt sei, wie auch der bulgarische Yoghurt.
Zufall gibt es für mich nicht (außer bei genauerer Betrachtung des Wortes zu-fall, zu-fallen, etc), eventuell kann mir jemand die Frage beantworten?
Warum selber machen und nicht ein Ayran Getränk kaufen?
Die industriellen Kefir Produkte aus dem Supermarkt werden oft als "Kefir mild" bezeichnet und haben nichts mit den Echten Kefir, der traditionell hergestellt wird, zu tun.
Industriell hergestellte Kefir Produkte enthalten keine lebenden Milchsäurebakterien mehr.
Der Pilz ernährt sich von Milchzucker und anderen Milchsäurebakterien, die die Milch von sich gibt.
Außerdem entstehen Hefepilze bei der Fermentation.
Das besondere an Kefir ist, dass Kefir eine Symbiose aus Bakterien und Pilzen ist.
Solches gibt es sehr selten bei Nahrungsmitteln.
Yoghurt nur aus Bakterien und Bier nur aus Hefe, obwohl beides auch fermentierte Nahrungsmittel (oder Produkte) sind.
Welche Milch verwende ich?
Ich verwende gerade die Haltbare Milch mit 3,5% Fett. Falls ich eine Milch mit höheren Fettgehalt finde oder eine Rohmilch, wird diese natürlich verwendet.
Ansonsten ist jede Milch dafür geeignet, auch wenn geraten wird, den Kefir mit einer Vollmilch zu füttern.
Meine Kefirknollen sind erst seit ein paar Tagen in meiner Obhut, daher sind sie noch nicht so groß, sondern kleiner und seperater. Man sieht sie hier nach dem 2. Fermentieren und sie sind schon wirklich gewachsen! Sie kamen leider fast ausgetrocknet bei mir an, da der Brief beschädigt und ein Loch in der Plastiktüte war.
frisch angesetzt. Fermentiert nun mind 16-36 Stunden und wird in dem Zeitraum öfter mit einem Holzlöffel umgerührt. Ich stelle das Glas an den wärmsten Ort der Wohnung, sodass es schneller fermentiert.
Jetzt trinken :)
Nährstoffe
- Vitamin-A und Vitamin-D sowie B-Vitamine sowie wichtige Folsäure.
- Kalzium (1 Glas Kefir pro Tag deckt 60% des Kalzium Gehalts)
- Magnesium
- Eisen
- Jod (ist ein wichtiges Spurenelement, welches auch noch kaum in unserer Nahrung vorhanden ist)
- Selenium
- Vitamin E
- Proteine in einfach verdaulicher Form (Peptil und Aminosäure)
- Enzyme !!
weitere Inhaltsstoffe
- wenig Kalorien (für die Kalorienzähler aufgezählt)
- wenig Fett
- vielsättigendes Eiweiß
- bioaktive Stoffe, wie organische Säuren und Peptide
- Kefir hat bis zu 61 verschiedene Bakterien und Hefepilze
- verschiedene Organismen wie Streptokokken und Bazillen
- Lactoferrin
Was ist Lactoferrin?
LactoFERRIN hat, wie der Name bereits sagt etwas mit Eisen - mit Eisenstoffwechsel - zu tun.
Sie können auch viele fermentierte Lebensmittel essen, die lebende Mikroben enthalten. Eine gute Wahl sind ungesüßter Joghurt; Kefir, ein Sauermilchgetränk mit der fünffachen Menge an Mikroben im Vergleich zu Joghurt
Der Kefir steigert also die Bioaktivität durch lebende Mikroben (gegensätzlich dazu ist Antibiotika). So kann der Körper die Nährstoffe effektiver aufnehmen, die eh schon vorhanden sind und vorher die Energie zur Aufbearbeitung gefehlt hat.
Wirkungen
- antibakteriell
- antiakerzogen (verhindert Mutationen, hemmt Tumorwachstum)
- nervenberuhigend
- antidepressiv
- entspannend
- appetitsättigend (beugt Hungerskrisen vor)
- knochenaufbauend
- stark antioxidativ
- zahnstärkend
- entzündungshemmend
- immunmodulierend
- blutdruckregulierend
Anwendungsgebiete
- fördert Knochenaufbau, z.B. bei Osteroporose
- Stärkung des Immunsystems, Aktivierung und Erhöhung der Abwehrkräfte, hilft gegen Allergien
- Beschleunigung des Heilungsprozesses
- baut die Darmflora auf, enthält also Probiotika, z.B. bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts, Magengeschwüre, Darmkrämpfe; Morbus Crohn (Darmkrankheit, da man seine Darmwand zerstört hat durch falsche Ernährung. z.B. bei Veganern und Vegetariern. Diese Menschen leiden an nicht verdaulichen Stuhlgang und Blähungen)
- Vorbeugung von Gefäßversteifungen, Abbau von Blutgerinnsel, Arteriosklerose der Blutgefäße
- Verhinderung von Muskelkontraktion
- Beseitigung von Anämie
- Stimulierung des Vagusnerv (der Vagusnerv ist der längste Nerv im Körper, von Steißbein bis in den Kopf zieht er sich und ist verbunden mit jeder Zelle, jedem Organ, jedem Zahn.)
- gesundes Körpergewicht
- Erhöht die Insulin Sensitivität -> hilft bei Diabetes
- Verbesserung der mentalen Gesundheit
- Tuberkulose
- chronischer Müdigkeit
- Schlaflosigkeit
- Nervosität
- Krankheiten der Leber, Gallenblase, löst Gallensteine, Herzerkrankungen
- hält das Altern der Zellen im Organismus
- reinigt den Organismus vollständig von Schlacken
- erhöht die Leistung
- führt schädliche Stoffwechselprodukte aus: Cholesterin, Schwermetallsalze, Radionuklide
- erhöht die inneren Reserven des Organismus
- verbessert Gedächtnis und Aufmerksamkeit
Anwendungsbeispiele
- Dressing auf den Salat
- als Quark (z.B. mit in Kuchen oder Plätzchen)
- als Getränk
- auch als Kosmetikbasis verwendbar
- Kefir wird als Power-Frühstück (Kefir als Joghurtersatz) beworben
- als Frischkäse
Menschen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, können Kefir gut vertragen. Denn die Milchsäurebakterien in fermentierten Produkt Kefir wandeln Laktose in Milchsäure um und reduzieren so den Laktosegehalts des Lebensmittels.
Bei der Anwendung sollte man nicht davon ausgehen, dass chronische Erkrankungen sofort wirkend ausgeleitet sind. Es bedarf den Kefir täglich über einen langen Zeitraum einzunehmen und auch als Grundbasis anzuwenden.
Haltbarkeit
In diesem YT-Video hat der Sprecher gesagt, dass er den Kefir 3 Jahre lang in der Tiefkühltruhe (oder Kühlschrank) vergessen hatte. Er hat sie wieder herausgeholt, zu den Knollen Milch hinzugegeben und der Pilz beschritt seinen Reifevorgang/prozess. Danach wird es kühl und trocken in einem Behälter gelagert, so verschlossen, dass Druckluft entweichen kann.
Dieser Prozess kann nach Geschmack unterschiedlich dauern. Je länger er reift, desto geschmacksintensiver wird das Kefir Milchprodukt. Nach mind 16 Stunden ist er noch mild und manche reifen ihn von 24 Stunden bis 48 Stunden heran.
Wenn der Kefir leicht klebrig wird, dann signalisiert er, dass er in einem ungeeigneten Milieu lebt.
Achtung!!!
Wichtig zu wissen: Damit der Kefirpilz seine Funktion behält, darf er nicht mit Metall in Berührung kommen. Der vom Metall ausgelöste Ionenfluss kann die Kefirkulturen nachhaltig beschädigen, der Kefirpilz kann sogar ganz absterben. Daher ist es wichtig, für die Herstellung des Kefir-Getränks einen Holzlöffel und ein Kunststoffsieb zu verwenden.
Klein Anfangen mit Kefir. Auch wenn Kefir ein sehr positiv wirkendes Nahrungsmittel ist, sollte man langsam es zu sich nehmen. Ein Kranker Körper kann auch an einen Schock erleiden.
Quellen:
8 Gründe darum Kefir gesund ist
weiteres Video, mit 7 Vorteilen von Kefir
Nährstoffe
wissenschaftlich belegt (er belegt in dem Video die Wirkungen von Kefir und sagt dann "magische" Eigenschaften xD)
russische Volksmedizin
(alle Bilder von mir)
Dieser Beitrag dient nicht der Vollständigkeit. Fehlinformationen können enthalten sein. Es ist eine Zusammenstellung von Recherchen. Ich übernehme keine Verantwortung, jeder ist für sich selbst verantwortlich. Dieser Beitrag dient zum Austausch.
Ich bin kein Facharzt, kein medizinisches Fachpersonal. Es ist kein Heilversprechen, sondern dient zur Bildung.