Bundestagssitzung am 10. September 2014. Foto: Tobias Koch (OTRS), CC BY-SA 3.0 de, Wikimedia Commons
Der Bundestag hat den AfD-Kandidaten Roman Reusch nicht in das parlamentarische Kontrollgremium der Geheimdienste gewählt. Reusch erhielt nur 210 der benötigten 355 Stimmen. Alle Kandidaten der anderen Fraktionen wurden gewählt. Reusch hatte den Zorn des Establishments schon als Berliner Oberstaatsanwalt auf sich gezogen. COMPACT hatte ihn im Dezember interviewt.
COMPACT: Herr Reusch, Sie wurden Ende 2015 bei der Generalstaatsanwaltschaft Berlin zum Leiter der Abteilung «Internationale Rechtshilfe/Auslieferung, Einlieferung» befördert. Prompt kritisierte die Vereinigung Berliner Strafverteidiger, da sei der Bock zum Gärtner gemacht worden. Wie hat es ein Jurist mit AfD-Parteibuch im linken Berlin so weit bringen können?
Roman Reusch: Da hatte ich großes Glück. Ich verdanke die Ernennung dem Generalstaatsanwalt Ralf Rother. Im Berliner Politklüngel hatte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht mitbekommen, dass ich bereits zwei Jahre zuvor der AfD beigetreten war, weil das in Brandenburg geschah – und für die Berliner ist Brandenburg so weit weg wie der Mond.
COMPACT: Anfang 2008 wurden Sie ja noch aus einer wichtigen Position entfernt.
Roman Reusch: Damals hatte ich als Oberstaatsanwalt die sogenannte Intensivtäter-Abteilung geleitet. Ich wurde versetzt, nachdem die Bild-Zeitung auf zwei Titelseiten meine bereits veröffentlichten Thesen zur steigenden Gefahr durch ausländische Gewaltverbrecher wiedergegeben hatte, übrigens ohne mein Wissen. Dann machte – wie mir zugetragen wurde – der linke Flügel der SPD, die damals mit Klaus Wowereit den Regierenden Bürgermeister stellte, Druck auf meine Entlassung.
Araber als Intensivstraftäter
COMPACT: Warum hatten Sie sich damals den Zorn des Multikulti-Establishments zugezogen?
Roman Reusch: Weil ich öffentlich darüber sprach, dass bei Intensivstraftätern Migranten weit überrepräsentiert sind. Etwa 70–80 Prozent der Taten gingen auf ihr Konto, Bio-Deutsche machten nur etwa 20 Prozent aus. Wobei bei den Migranten Araber mit etwa 45 Prozent die Mehrheit ausmachten, Türken etwa ein Drittel. Man kann aber auch nicht von «den Türken» sprechen: Aleviten zum Beispiel sind in Deutschland gut integriert. Wie haben Sie das eigentlich ermittelt? In der Polizeistatistik wurde doch schon damals der ethnische Hintergrund von Straftätern zensiert, oder?
[...]
Lesen Sie das vollständige Interview auf compact-online.de:
https://www.compact-online.de/afd-kandidat-einzug-ins-geheimdienst-kontrollgremium-verwehrt-interview-mit-roman-reusch/