Mit gesunden, weißen Zähnen strahlt man doch gerne ein Lächeln aus. Wäre doch blöd, wenn dieses Lächeln bald ein Ende hat. Aus diesem Grund putzen wir regelmäßig unsere Zähne.
Auch beim besten Zähneputzen kann es zu Problemen kommen
Mindestens zweimal am Tag Zähne putzen, das kennen wir alle. Aber so richtig auf die Frequenz des Zähneputzens kommt es gar nicht an. Viel wichtiger ist die Gründlichkeit des Zähneputzvorgangs. Dabei legen Zahnmediziner einen besonderen Wert darauf, dass man sich die Zähne sehr bewusst putzt. Auf die "mindestens 3 Minuten lang" kommt es nicht an, wenn die 3 min vorzugsweise nur an einer Stelle (bei den meisten Personen an den Schneidezähnen) verbracht wurden. Viel wichtiger ist es, jede einzelne Stelle bewusst abzutasten und zu reinigen. Nur so wird gewährleistet, dass der Zahnbelag an allen Stellen entfernt wurde.
Eine nicht geputzte Stelle allein reicht schon aus
Sollte man des Öfteren bestimmte Schwachstellen beim Putzen vernachlässigt haben, sammelt sich dort Zahnbelag (auch Plaque) an. Die meisten Menschen kennen die Folgen, wenn sie den Zahnarzt besuchen: Zahnstein. Aber Zahnstein allein tut nicht weh - mir merken ihn nämlich kaum! Schlimm wird es erst dann, wenn bestimmte Mikroorganismen diesen Belag an den Zähnen als super Nahrungsquelle für sich gefunden haben. Auf Plaquebakterien reagiert unser Immunsystem mit einer Entzündungsreaktion... und die spüren wir leider in Form von Schmerzen.
Zahnfleischentzündungen können an beliebigen Stellen entstehen und gehen normalerweise nach wenigen Tagen wieder zurück. Trotzdem sollte man sie nicht einfach ignorieren, da sie auf eine mangelhafte Mundhygiene hinweisen. Und das sollte man wirklich ernst nehmen, da bakterielle Entzündungen auch zu einer sogenannten Parodontitis führen können, die letztlich zu langfristigen (irreversiblen) Schädigungen des Zahnfleisches sowie der Zähne führen, aber auch andere Beeinträchtigungen zur Folge haben (z. B. erhöhtes Infektionsrisiko). Diesen Zustand möchte niemand erreichen, denn davon kommt man nicht mehr weg. Deshalb müssen wir bei den ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung reagieren!
Was kann ich gegen eine Zahnfleischentzündung tun?
Es ist eigentlich ganz einfach. Die einzige Voraussetzung ist, dass man sich dazu motiviert, bewusster die Zähne reinigen zu wollen. Das bedeutet aber auch, dass man sich mehr Zeit fürs Zähneputzen nimmt. 3 Minuten reichen da einfach nicht aus. Dafür reicht eine Frequenz von 2x am Tag normalerweise völlig aus, um optimal gesunde Zähne beizubehalten .
Das Zähneputzen erfolgt wie gewohnt. Geputzt wird an jeder Stelle mit der richtigen Technik. Die Technik zeigt normalerweise der Zahnarzt, denn der kann euch auch gleich noch korrigieren. Ein guter Tipp: Die schwierigsten Stellen werden zuerst geputzt!
Nach dem Zähneputzen - und das ist jetzt ganz wichtig - folgen entweder Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürsten (auch Interdentalbürsten). Denn der vorhin angesprochen Zahnbelag sammelt sich insbesondere zwischen den Zähnen. Da wir aber normalerweise nicht so große Zahnlücken haben, dringt die haushaltsübliche Zahnbürste nicht bis zum Zwischenraum durch. Aus diesem Grund müssen wir hier nachhelfen.
Zahnseide
Zahnseiden werden benutzt, indem man die Seide zwischen die Zähne bringt und jede einzelne Seite mit Auf- und Abbewegungen reinigt.
Zahnzwischenraumbürste
Die Zahnzwischenraumbürste eignet sich vor allem für größere Zahnzwischenräume. Sie sind meist komfortabler zu benutzen als die Zahnseide und können deutlich mehr Fläche reinigen. Für enge Zwischenräume gibt es auch kleinere Bürsten, allerdings sind sie meist auch unverhältnismäßig teuer. Deshalb bietet sich hier die wesentlich günstigere Zahnseide an.
Mundspülung
Zu guter Letzt bietet sich auch eine geeignete Mundspülung an, die das Wachstum der Plaquebakterien hemmen. Auf dem deutschen Markt hat sich die Marke parodontax® durchgesetzt, die sich auf die Zahnfleischpflege spezialisiert hat. Jedoch sind die Produkte von parodontax® relativ teuer. Als ebenso guter, aber deutlich günstigere Alternative bieten sich zwei Heilpflanzen an: Kamille und Salbei.
Sowohl Kamille als auch Salbei haben eine besondere Wirkung auf die Zahnfleischpflege. Kamille ist beispielsweise entzündungshemmend. Salbei dagegen soll das Wachstum von Bakterien hemmen. Die Erfahrung zeigt jedenfalls, dass es wirkt! Empfohlen wir Kamillen- oder Salbeitee, den man auskühlt. Dabei soll die Wirkung des kalten Tees gleich zweifach sein: Durch die Kühle zieht sich das Zahnfleisch zusammen und verschließt größere Wunden, die Heilpflanze soll dagegen die Entzündungen hemmen und das Wachstum der Bakterien stoppen.
Merke: Durch gründliches Zähneputzen, sowohl der Zähne als auch der Zahnzwischenräume, und mit geeigneten Mundspülungen aus Kamille und Salbei kann man Zahnfleischentzündungen effektiv entgegenwirken.
Vielen Dank fürs Lesen! Falls euch dieser Post gefallen hat, dann würde ich mich über konstruktive Kritik und ein Upvote sehr freuen! :)
Gerne würde ich auch von euren Erfahrungen mit Zahnfleischentzündungen oder ähnlichen Problemen lesen!
Euer Famulus :)