Hola mi Steemians
Mike, was hat Dir eigentlich das Auswandern gebracht? Und warum bist Du überhaupt ausgewandert? Oder hast Du Deine Auswanderung... usw. usw. Alles Fragen, auf die ich bereits im ersten Teil ...vom Auswandern und was es einem wirklich bringt 🏝️ eingegangen bin.
Darin erwähnte ich, dass mit meiner Auswanderung, also dem Verlassen meiner Heimat, dem Verlassen des gewohnten Umfeldes, mein „Schweiz - oder Deutsch-Sein“ nicht zwingend verloren ging. Ganz im Gegenteil, weil es in vielen Ländern der Welt, wie auch hier in der Dominikanischen Republik oft "heimische" Enklaven gibt, wo man oftmals sogar mehr Brauchtum lebt, als in dem Land woher man ausgewandert ist.
Auswandern bringt nebst sehr viel Aufregendem auch haufenweise positive Aspekte mit sich, wie den folgenden, über die ich gestern schon berichtete:
- absolute Unabhängigkeit
- Neue Freunde und Bekannte
- Partnerschaft und Liebe
- statt Tourist ist man jetzt Einheimischer
- und das Reisen auch bildet
Darum lasst uns heute noch einige positive Aspekte mehr des Auswanderns anschauen. Da wären beisbielsweise:
die notwendige Flexibilität
Viele Auswanderer (und ich meine bewusst nicht die "Aussteiger!") haben es sich vermutlich um einiges einfacher vorgestellt. Es war und ist immer noch hart, darum scheitern enorm viele an ihrem Traum und gehen resp. müssen wieder zurück gehen. Oftmals ist es trotz hoher Qualifikation nicht einfach einen Job zu bekommen.
ich bei einem Aushilfsjob am Set eines Film hier in Santo Domingo
Dann muss man oft ganz andere und neue Wege gehen, sich allenfalls in einem fremden Metier durchboxen und behaupten. Man gehört dann zwar in dem Job zu den ungelernten Kräften, aber uns Europäern hilft vorallem die gute Allgemeinbildung , die Fähigkeit, sich auch dementsprechend schnell weiter zu bilden und sich einzuarbeiten sowie oftmals mehr Einsatz und Willenskraft.
die wahre Freiheit
Ja, ich geb es ja zu, manchmal bin ich auch erschrocken über die hiesigen Verhältnisse. In solchen Momenten wünsche ich mir gerne ein wenig „Recht und Ordnung“, die ich aus der alten Heimat kenne.
Aber jetzt mal ehrlich, sind es nicht gerade diese Dinge, die wir geniessen, dass hier eben auch mal „die fünf gerade gelassen werden kann“? Und ja, diese verfluchte, elende Korruption hier... Aber und das passt dann wieder, sie steht absolut jedem zur Verfügung. Und glaubt mir, es wird früher oder später die Gelgenheit kommen, wo man sich mit ein wenig "dinero" Erleichterung kaufen kann! Alles schon erlebt!
Ich bin eigentlich echt froh, dass die Dominikanische Republik so viele Gesetze hat, aber eben nicht diese pingelige Kontrolle und einschränkende Bevormundung. Hier gilt effektiv noch „Wo ein Wille - da ein Weg“. Ihr müsst nur bereit sein um diese Freiheit auch auszunutzen, die euch hier geboten wird.
die Lebensfreude und der Spaß
Es liegt an jedem selber, aber die vorgenannten Punkte bringen definitiv Spass und Lebensfreude. In vielen Ländern Europas habt ihr zu gehorchen, ihr müsst funktionieren, und viele gehen mit Scheuklappen durchs Leben.
Hier ist das anders. Klar, auch hier erfordert der Erfolg Selbstdisziplin und harte Arbeit. Aber nach dem Feierabend geht man an die "Playa", an den Badesee oder einen der zahlreichen Flüsse und relaxt mit der Familie oder Freunden. Ganzjährig kann man auf dem Balkon grillen und verweilen. Und ich habe noch keine Nachbarn erlebt, die sich belästigt fühlten. Wenn ihr wollt, habt ihr quasi jeden Tag ein bisschen Urlaub. Ihr werdet neue Hobbies entdecken.
Man ist viel lockerer und nimmt schnell auch die Freundlichkeit der Bevölkerung an. Quatschen mit der Verläuferin über banales Zeugs, freundliches Grüssen von Leuten, die man nicht mal kennt. Es ist einfach so, wer lächelt und freundlich ist, der bekommt auf jeden Fall ein Lächeln zurück.
Gelassen sein
Gelassenheit! Fordert ein wenig Übung, wenn man mit einer urschweizer/deutscher Einstellung hier her kommt. Aber ihr habt die Wahl zwischen einem Herzkasper oder eben der Gelassenheit. Auch für mich war das ein Lernprozess - ein einfacher.
Aber eben, manche lernen es nie und manche eben ein bisschen schneller. Es ist auch egal wie ihr reagiert, die Dinge gehen so oder so ihren Lauf. Warum in dem Fall Hektik und Panik verbreiten. Wer effektiv glaubt, er könne einen Dominikaner ändern, dem rate ich seinen Glauben zu pflegen und in der Kirche beten zu gehen. Alles selber erlebt, haha...
die Einfachheit
Ihr werdet hier auch genügsamer. Am Anfang ist man ein wenig auf Entzug, weil manche Dinge und auch Standards oder Produkte fehlen, die ihr vielleicht in eurer Heimat sehr lieb gewonnen habt.
Mit der Zeit kommt ihr aber in die Eingewöhnungsphase und ihr werdet lernen, euch mit vielen einfacheren Dingen zufrieden zu geben. Ihr braucht plötzlich kein Edel-Bistrot mehr, der Plastikstuhl und -Tisch im Colmado ist genau so gemütlich und die Unterhaltung ist erst noch besser. Markenjeans? Braucht kein Mensch - Jeans ist einfach Jeans. Perfektionismus? werdet ihr nicht finden - also warum überhaupt suchen?
Als Beispiel der Kellner im Restaurant hat es eben nie wirklich richtig gelehrt oder gezeigt bekommen oder wird einfach "grottenschlecht" bezahlt. Warum wollt ihr da eine perfekte Bedienung erwarten? Wenn er was vergessen hat , so muss er ja nochmals laufen, so einfach ist das hier.
Also nehmt die Gelassenheit und geniesst die "EINFACHEN DINGE DES WAHREN LEBENS.
Auswandern macht euch zu einem anderen;
einem neuen Menschen.
Hasta luego.
mikeCee aka Captain Mike Sparrow the steemian of the caribbean

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