Für
und alle anderen Freunde des edlen Metalls
Während viele Steemians in Krakau weilten, besuchte ich zum siebten Mal in Folge die Edelmetallmesse in München. Wie immer konnte man sich reichlich mit physischen Münzen in Gold und Silber eindecken. Das Jahr des Schweins im chinesischen Mondkalender steht nun bevor. So wanderten auch zwei dieser possierlichen Tierchen mit mir nach Hause.
Und sonst?
Wie immer hoben die meisten Referenten die grässliche Überschuldung der Welt hervor und malten den baldigen, ultimativen Untergang des Finanzsystems und somit der Welt an die Wand:
Die Frage ist nur "wann"?
Philipp Vorndran gehörte nicht zu den Panikmachern, sondern blieb bei seiner Storyline, die er auch schon in den letzten Jahren konsequent und erfolgreich verfolgt hatte: Sachwerte schützen vor Inflation, und im Portfolio genügen rund 10% Edelmetall als Versicherung.
Wer mehr Lust am Untergang verspüren wollte, aber trotzdem emotionale Reserven für erfrischenden Galgenhumor übrig hatte, war beim Vortrag von Marc Friedrich bestens aufgehoben. Sein ständiger Coreferent Matthias Weik war leider erkrankt, doch auch alleine machte M.F. mit seiner turbulenten Crashansage viel gute Laune. Die beiden haben auch eine eigene Webseite, auf der sie ihre Vorträge, Bücher und sonstigen Produkte bewerben:
Besonders gut gefallen mir immer die kunstvollen Silberskupturen, die es bei https://www.bullion-art.de/ zu kaufen gibt. Dieser in sich gewundene Ring sowie der dahinter liegende Quaderblock sind Leckerbissen für Mathematiker:
Ein hübsches silbernes Fräulein wartet auch noch auf einen Käufer:
Und es gibt noch mehr Kunstwerke:
Wenn die Kurse der Edelmetalle weiter sinken, wird es bald eine Edition aus Gold geben, aus der sich dann auch der Durchschnittsverdiener ein Exemplar leisten kann. Schauen wir mal.
Man trifft sich!
Wenig überraschend konnte ich auch zahlreiche Gleichgesinnte treffen und mich mit ihnen über die aktuelle Lage unterhalten. Sogar ein MdB war anwesend.
Vorträge, Vorträge und - Bücher!
Wenn der persönliche Sättigungspegel bei den Vorträgen überschritten war, konnte man sich auch noch am Büchertisch über die alten und neuen "Verschwörungstheorien" (wie mancher Schelm sagen würde) schlau machen. Gegenüber war der Zeitschriftenstand, vertreten durch die pöhsen Magazine "Eigentümlich Frei", Smart Investor" und "Junge Freiheit". Jedem aufrechten Linken würde bei diesem Anblick ein Schauder über den Rücken laufen. Kafkaesk ist hingegen, dass bei den Büchern auch Exemplare einer legendären Autorin zu finden waren, die überhaupt nicht in das vorherrschende Schema hineinzupassen scheint: Sarah Wagenknecht. Nun gut. Lassen wir es mal so stehen.
Fazit:
Wie immer war es für mich eine informative und kurzweilige Veranstaltung. Für 0 Euro Eintritt (bei rechtzeitger Voranmeldung!) bekommt man jede Menge Anregungen und zusätzlich den dicken Messekatalog gratis zum Mitnehmen. Das ist doch ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis, oder? Wenn kein Krieg ausbricht, das Finanzsystem nicht kollabiert und uns in die völlige Verarmung schickt, bin ich auch nächstes Jahr wieder dabei.
Und Ihr?