Hallo ihr Lieben, heute war der Tag, vor dem ich ein etwas mulmiges Gefühl hatte. Meine 1. Augen-OP stand an und mit den Augen ist ja nicht zu spaßen.
Doch bevor ich kurz den Werdegang schildere, hier erstmal ein Foto, wo ihr sehen könnt, dass es mir aktuell recht gut geht:
Ich genehmige mir ein kühles Bierchen und saftige Melone und freue mich, dass die OP gut verlaufen ist und ich nach kurzem Aufenthalt gleich wieder mit nach Hause konnte.
Bis gestern wusste ich noch nicht, ob die OP stattfinden kann oder nicht.
Doch kurz von vorn.
Wie ihr wisst, hatte ich im Januar 2017 ja eine Stammzellen-Transplantation und danach von April - Juni letzten Jahres eine schwere GvHD und wurde (neben der aggressiven Chemo) mit Medikamenten vollgepumpt, darunter auch ganz viel Cortison. Geholfen gegen die GvHD hat das Prednisolon / Cortison nicht, es wurde dann anders behandelt, doch so ziemlich alle Nebenwirkungen der langen und reichlichen Cortison-Gaben hatte ich.
Eine Nebenwirkung des Cortison ist, dass ich Anfang diesen Jahres ziemlich rasch auf beiden Augen grauen Star bekommen habe. Eine Erkrankung, die so ziemlich jeder über Jahre im Alter bekommt, bei mir kam es ganz plötzlich und es schritt schnell voran. Ich sah alles nur noch im Nebel und das belastete und beeinträchtigte mich die letzten Wochen und Monate sehr.
Auf einen Termin beim Augenarzt musste ich einige Wochen warten. Doch ich war froh, überhaupt bei einem Augenarzt angenommen zu werden. Überall hieß es "wir nehmen keine neuen Patienten mehr auf". Als Privatpatient nahm man mich dann doch, aber wie gesagt, auch hier lange Wartezeiten.
Nach der Diagnose, die mir meine Vermutung bestätigte, folgte wieder eine ca. 2 monatige Wartezeit auf den OP-Termin.
Mein behandelnder Hämatologe wollte unbedingt, dass ich eine zweite Meinung einhole, doch nicht mal die Connections eines Prof. Dr. haben ausgereicht, um noch VOR der OP einen Termin bei einem weiteren Augenarzt zu bekommen. Juli wäre der früheste Termin gewesen, doch dann hätte ich die OP um einige Monate verschieben müssen.
Mein Hausarzt bestärkte mich in meiner Meinung, die OP jetzt zu machen und nicht noch weitere Meinungen einzuholen. Alle Voruntersuchungen (EKG, Blutbild ect.) waren unauffällig. Besonders über das gute Blutbild freute ich mich natürlich, wie ihr euch vorstellen könnt. Lediglich Vitamin D und B12 sind zu niedrig, doch das lässt sich gut ergänzen.
Heute früh fuhr mich meine Sabine zum OP-Termin. Das erste, was ich dort zu tun hatte, war meine Unterschrift unter den Kostenvoranschlag zu setzen (meine Krankenkasse hat es leider bis gestern nicht geschafft eine Zustimmung zu senden und der Arzt will sich natürlich absichern, dass er zu seinem Geld kommt...)
10 Uhr war ich bestellt. Die OP dauerte nur 20 Minuten, danach musste ich noch eine Stunde ruhen und dann konnte ich schon wieder abgeholt werden.
Bis auf ein leichtes Brennen am Anfang und etwas Fremdkörpergefühl hatte ich keine Beschwerden.
Morgen früh ist die Nachuntersuchung und dann kommt der Verband schon wieder ab.
Ich bin sehr gespannt, wie und was ich dann sehen kann.
Sehe ich dann schon alles scharf?
Manche sagen, man sieht sofort sehr gut, andere sagen es dauert ein paar Tage.
Mal sehen, wie es bei mir ist. Ich werde euch berichten.
Haltet mir die Daumen, dass alles gut geworden ist.