Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Den noblen und hochherzigen Zusagen französischer Privatspender steht die schändliche Fratze des Geizes und der Kleingeistigkeit des Vatikan gegenüber.
Es ringt schon Bewunderung ab, mit welcher Selbstverständlichkeit die Franzosen in der Stunde der Tragödie des Brandes von Notre Dame zusammenrücken und die Reihen schließen.
Die Eigentümer der Konzerne Kering (Pinault), Louis Vuitton Moët Hennesy (Arnault), L‘ Oréal (Bettencourt) sowie die Axa-Versicherung fanden sich spontan und unter Verzicht auf Steuervergütungen zu großzügigen Spendenzusagen in jeweils dreistelliger Millionenhöhe bereit. Andere schließen sich dem beeindruckenden Beispiel an.
Frankreich, das sich gerne als die „grande nation“ apostrophiert, beweist tatsächlich Größe. Chapeau et respect!
Man wünscht und hofft, in Deutschland geschähe dies im entsprechenden Falle ebenso. Sicher ist man dabei nicht. Wenn abartige Witzfiguren, die in Deutschland ohne Leistung und gänzlich ohne Hirn durch die Medien tingeln und dort ihre Dummheit und Geschmacklosigkeit für Geld zur Schau stellen, es wagen, Kritik an den Spendern zu üben, ist es schändlich, ihnen dafür ein Forum zu bieten. Man kann sie nur mit der gebotenen Verachtung und Geringschätzung strafen.
Die französischen Spender haben durch Leistung verdient, was sie nun mit der Gemeinschaft teilen.
Dafür haben sie auch unsererseits Anerkennung und Dank verdient, denn von dem Ergebnis werden auch wir profitieren dürfen.
Es wäre eine mehr als angemessene und schöne Geste guter Nachbarschaft, wenn auch Deutschland einen Beitrag erbrächte. Dergleichen verbindet in schwierigen Zeiten auf der Ebene der Völker stärker als manche plakative, inhaltslose Floskel oder zur Schau getragene Inszenierung der Politikerlinge.
Der Vatikan wartet mit der Milchjungenrechnung (Mädchen sind dort ja nicht so verbreitet.) auf, wonach er so reich sei, daß er schon wieder arm wäre, weswegen er kein Geld für die Restaurierung der Kathedrale Notre Dame erübrigen könnte. Auf diese Idee muß man erst einmal kommen. So veranschlagt er den Wert des Kölner Domes auf einen Euro, weil dieser ja - wie auch die übrigen vom Vatikan angehäuften Schätze - nicht verkäuflich wäre. Allein das Areal in der dortigen Lage stellt eine sprichwörtliche Goldgrube dar. Als Museum oder Schauplatz von Veranstaltungen wäre auch das Gebäude sicherlich gewinnbringend zu nutzen. Auch all die anderen Pretiosen des Vatikan haben einen Marktwert. Sich einfach arm zu rechnen, ist ein durchsichtiger Taschenspielertrick der billigeren Sorte.
Die nachgeschobene Begründung, wonach Notre Dame ja schließlich dem solventen französischen Staat gehöre (was stimmt) und ein Ort für Gläubige und Ungläubige gleichermaßen sei, läßt die Gesinnungskatze aus dem Sack. Wie war das doch mit dem Gleichnis vom ungläubigen Thomas, Jesus‘ Lieblingsjünger? Soll Jesus nicht auch die Sünder (sprich: Ungläubigen) geliebt haben?
Da könnte man doch glatt auf die Idee kommen, den Franzosen vorzuschlagen, das wiedererrichtete Gebäude der Kirche nur noch gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen.
Restaurierungsexperten will der Vatikan anbieten. Von Unentgeltlichkeit ist nicht die Rede.
Diese Institution könnte den Menschen nicht ferner sein. Es handelt sich um eine parasitäre Bande mit krimineller Tendenz, die nur zum eigenen Profit andere ausnimmt. Empathie, Solidarität, Nächstenliebe und Großzügigkeit sind Forderungen, die sie nur gegenüber anderen erhebt. Sich selbst nimmt sie davon aus und verschreibt sich der Raffgier und dem Geiz.
In Zeiten der Verzweiflung und der Not lernt man seine Umgebung kennen. Die Franzosen entdecken hoffentlich gerade, daß ihre Freunde jedenfalls nicht im Vatikan sitzen. Das sollten sie registrieren und ihre gebotenen Konsequenzen daraus ziehen.
Kann man es unter solchen Bedingungen noch rechtfertigen, diese Lügner und Ketzer zu unterstützen? Wer als gläubiger Katholik auf sich hält, kann dieser Institution doch nur noch mit sofortiger Wirkung den Rücken kehren. Oder wer läßt sich sehenden Auges verladen?
Frankreich kann man schon einmal zu seiner großartigen Bevölkerung gratulieren, die Verantwortung übernimmt und Solidarität praktiziert und die Schmierenkomödianten im Vatikan tatsächlich arm aussehen läßt.
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/wiederaufbau-nach-brand-wie-reich-ist-die-katholische-kirche-und-warum-zahlt-sie-nicht-für-notre-dame/ar-BBW1EXd?MSCC=1555505723&ocid=spartandhp
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/brand-der-pariser-kathedrale-das-notre-dame-feuerdrama-lässt-die-franzosen-enger-zusammenrücken/ar-BBW0bm2?ocid=spartandhp