Isabella Klais / Aufbruch - Wir für Deutschland!
Die Männer in Röcken aus dem Vatikan ziehen zu Felde gegen die gender-Lehre.
Der englische Begriff „gender“, für den eine deutsche Entsprechung fehlt, entstammt der Linguistik und steht für den grammatikalischen Genus.
Die gender-Lehre hinterfragt und kritisiert scheinbare geschlechtsspezifische Fähigkeiten, Zuständigkeiten und Identitäten. Nach ihrer Erkenntnis existieren keine homogenen Gruppen von "Frauen" oder "Männern" und keine dementsprechenden spezifischen Eigenschaften.
Soweit das unbestreitbare Verdienst dieser Lehre. Was daraus in Schulen zum Teil gemacht wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Dem Vatikan geht es hier um die Verteidigung seiner Bastionen.
Auf die falsche Annahme nicht existenter Unterschiede gründet er seit Jahrhunderten seine Diskriminierung von Frauen und die Monopolisierung der Macht bei den Männern. Frauen dürfen Kirchensteuern zahlen, die Altäre schmücken und die leeren Kirchenbänke füllen. Zugang zu einflußreichen Ämtern wird ihnen mit fadenscheinigen bis lächerlichen Argumenten verwehrt. Dieser unhaltbare Zustand pervertiert das Christentum, für das der Vatikan die Deutungshoheit beansprucht und das er so perfide für seine unchristlichen Zwecke instrumentalisiert und uminterpretiert.
Jede Person ist ein Individuum mit individuellen Eigenschaften und dem Recht, die neutralen und positiven von ihnen selbstbestimmt auszuleben. Damit erbringt sie ihren Beitrag zum Gelingen der Gesellschaft. Jemanden in Schemen zu pressen, entrechtet die Einzelperson und entreichert alle.
Das Wohl der Gesellschaft aber ist dem Vatikan kein Anliegen. Er verteidigt nur seine Pfründe, wie er es schon immer getan hat. Gerade sieht er seine Felle davonschwimmen. Daher die vehemente Reaktion.
Eine Institution, die sich der Kriminalität verschrieben hat, hat jede Autorität verspielt. Die neuerliche Anmaßung, ihre unwissenschaftliche, aber interessengerichtete Sichtweise anderen vorzugeben, darf nicht länger Akzeptanz und Duldung finden. Was in dem Leitfaden propagiert wird, ist das Weltbild des Vatikan. Mit der Wirklichkeit außerhalb der Mauern des Vatikanstaates hat es nichts zu tun.
Mögen diese Herren ruhig die Röcke anbehalten und die Hosen anderen überlassen.