Und Freunde, hattet ihr ein schönes Wochenende? Freud ihr euch schon auf Halloween, so wie ich? Dann habe ich hier schon mal einen kleinen Leckerbissen, quasi zum warm werden, zum eingruseln.
Noch angetörnt vom letzten Jahr, ihr erinnert euch sicherlich noch an die Killerclowns die ihr Unwesen trieben, durchforste ich das Netz nach Themen, die ich als nächstes „bearbeiten“ kann. Frustration machte sich bei mir breit, denn ich, dass urdeutsche Exemplar eines Kulturbanausen, so wie ich es in einem früheren Artikel beschrieben habe, finde nichts dass meinen nicht ausreichenden Intellekt, weder unter- noch überfordert. Da kommt mir eine Kolumne zur Hilfe, die es in sich hat, voraus gesetzt, man ist masochistisch veranlagt und liebt es, sich am Montag morgen, ordentlich beleidigen zu lassen.
Killerclowns haben die Angewohnheit plötzlich da zu sein und ihr Gegenüber in Angst und Schrecken zu versetzen. Man erkennt auf den ersten Blick nicht genau, wer oder was sich unter der bösen, beängstigen Maske verbirgt. Es könnte nur ein harmloser kleiner Knilch sein oder aber ein gemein gefährlicher Serienkiller aus dem Untergrund. Bringt man doch irgendwie den Mut auf, den Clown seine Maske zu entreissen, dann könnte das Schlimmste schon geschafft sein und das ganze Gruselszenario entpuppt sich als Streich eines pubertierenden Teenies.
Ja, pubertierende Teenies machen komische Sachen und sagen manchmal etwas, dass man getrost als unbedacht und haltlos betiteln könnte. So wie ES hier. Hengameh Y.
Um einen Einblick in Hengameh Y.´s „Arbeit“ zu bekommen, gebe ich euch schon mal einen Einblick ihrer Wortwahl.
„Deutsche, schafft Euch ab!....“
...
„Der deutsche Hass auf Muslim_innen und die Paranoia vor einer – was auch immer das sein soll – Islamisierung der deutschen (wortwörtlich) Dreckskultur hält Kartoffeln davon ab, ein schöneres Leben zu führen. Lieber eine Schweinefleisch-Lobby gründen als halal-Fleisch in ihrer Kantine akzeptieren. ...“
So Freunde, dass Blutdruckmessgerät einfach mal in die Ecke legen und cool bleiben! Die nette Hengameh möchte hier einfach nochmal ihre Missgunst gegenüber der Bevölkerung äußern, in dessen Land sie lebt und vielleicht hineingeboren wurde, man weiß es nicht.
Ich wusste gar nicht, dass es schon einen spezifischen Hasstypus gibt, speziell für die Deutschen. Also, der deutsche Hass auf Muslime und gegenüber Killerclowns, könnte vielleicht schnell geklärt sein. Ich persönlich kenne recht wenige die Muslime so richtig hassen aber keine besonderen Killerclown Fans sind. Da fliegen schon mal Wortfetzen wie "wenn ich den in die Finger bekomme, dann kann der was erleben". Dieses ist ausschließlich auf die Killerclowns bezogen und nicht wie Hengameh es hier propagiert, auf Muslime. Wäre dem so, dann würde der Weg zum Supermarkt für einen Muslim sicherlich kein Vergnügen sein. Vermutlich kenne ich mehr Leute die sich gegen den Umstand wehren würden, eine Hetzjagd auf andere zu machen, als ein Teil der Hetzjagd zu sein.
Die Durchschnittskartoffel ist zwar gerne auch mal ein Lästermaul, Großkotz und vielleicht an der Kasse nicht unbedingt das sozialste Wesen der Erde aber ein Hass und die im Wort erkennbare Hetze, die das Ganze mit sich bringt, kann ich nicht erkennen. Also wie, liebe Hengameh, kommste denn da druff?
Deine spezifische Bezeichnung „Kartoffel“ lässt eher einen Hass deinerseits vermuten, nein ich bin mir sogar ziemlich sicher. Also ich würde dir vorschlagen zum Psychologen next door zu gehen und dringend an deinen, nicht verarbeiteten Traumata zu arbeiten, sonst gibt es wohl möglich noch ein Magengeschwür! Außerdem liebe Leser dürfen mich Freunde, eine Kartoffel nennen, denn ich nenne sie auch Pole und Ruski und Türkman aber DU, Killerclown-bb, darfst das nicht! Das nennt sich übrigens Rassismus! Naja jedenfalls in eurem Teil der weltlichen Hemisphäre. Klingt gut, lass ich so stehen!
Was das Halal-Fleisch betrifft ist es sicherlich genauso, wie mit der Massentierhaltung. Ich mag es nicht das Tier dahinsiechen und elendig krepieren. Das geht mir nicht direkt beim Döner fressen durch den Kopf aber ich habe das Bewusstsein, dass diese Art der Schlachtung noch eine Stufe derber ist, als die ohnehin schon abartige Schlachtung am Band. Deshalb fresse ich den Scheiß auch nicht zu oft. Für die letzte Konsequenz fehlt es mir irgendwie an Willen und der Umstand, dass Fleisch einfach geil schmeckt, kann ich auch nichts. Abgefrühstückt!
Weiter im Text...
"Lieber Bremsspuren in der Unterhose und ein erhöhtes Risiko für Geschlechtskrankheiten verteidigen als ein islamisches Klo im Kölner Bürgerhaus zulassen.“
Ich gehe davon aus, dass die Bremsspuren hier nochmal unterstreichen sollen, dass du nicht so richtig mit dem männlichen Geschlecht klar kommst. Dein Problem! Und warum sollte es ein „islamisches Klo“ im Bh. Kölle geben? Gehen die irgendwie anders kacken als ich, wenn ja, willkommen im Land der Glückseligkeit, denn ich muss auch auf einer Raststätte ein Scheißhaus benutzen, wo schon viele andere ihr Unwesen trieben. So ist das nun einmal.
Kommen wir aber nun zum Highlight des kleinen Killerclownbeitrags. Hier lässt Hema...Henga...Hen ach scheisse ich kann mir den Namen einfach nicht merken... ES, so richtig Dampf ab und weiß genau was des Kartoffeldeutschens Problem ist.
„Geschichtsverdrossen, besserwisserisch
Aber Kartoffeln sind nicht strategisch klug, sie sind ignorant, geschichtsverdrossen und besserwisserisch. Weder aus den Fehlern anderer, noch aus ihren eigenen können und wollen sie lernen. Würden AfD-Wähler_innen zuhören, wüssten sie, dass die AfD einen Großteil von ihnen unter den Bus schmeißen würde, wäre sie an der Macht.“
Ok...“Kartoffeln sind nicht strategisch klug...“, stimmt, Kartoffeln haben keine Strategie eher eine natürlich, durch Genen und Biologischem Rhythmus geprägten Sinn, im Einklang mit der Natur und der Jahreszeiten zu wachsen! Wenn du allerdings die Deutschen meinst mit Kartoffeln, möchte ich vorsichtig darauf hinweisen, dass Deutschland derzeit eines der reichsten und erfolgreichsten Länder Europas und der Welt ist, speziell im Finanz und Wirtschaftssektor. Diese Position hat es (die deutsche Wirtschaft) noch irgendwie ergattern können, da der Rest der Welt sich gedacht hatte, die armen deutschen Kartoffeln können wir nach dem Krieg nicht einfach so liegen lassen und müssen ihnen best möglich helfen, sodass sie uns dann ca. 70 Jahre später durch ihren Wohlstand und ihrer wirtschaftlichen Überlegenheit dominieren. Dieser Wohlstand ist sicherlich nicht durch Fleiß und großem strategischen Denken gekommen, nein, es war vielleicht Glück oder so was in der Art.
Hingegen, strategisch unklug wäre es doch, wenn man einen Artikel schreibt in dem steht, dass die Bewohner in dem Land, in dem man so lebt, alles dooooooffe Kartoffeln sind und sie am besten alle von der Landkarte verschwinden sollten, da sie total blöd, doof und mega uncool sind. Sie können nichts, man spricht ihnen nur negatives zu und mehr hat man eigentlich auch nicht zu sagen.
Da man als Killerclown mit beschränkter geistiger Haftung, ohnehin nichts besseres zu tun hat, featured man durch seine Hasstiraden auch noch den politischen Feind und gibt ihn so Aufwind. Das ist doch gut, denkt sich der kleine Killerclown, so gehen ihm die Themen nicht aus, denn ohne Feind wäre er-sie-ES total überflüssig. Als Vorzeigegrund nimmt er-sie-ES einfach die Toleranz, mega-mäßig-Gay-Muslime-Queer-voll-auf-Tucke-sein-ist-cool als Thema und zeigt mit den Finger auf die anderen, ebenso wie es der politische Feind es auch macht, den man dann als Nazi oder Kartoffel beschimpfen kann. Prädikat-strategisch-wertvoll!
Was denkt man sich so als Killerclown nach getaner Arbeit, wenn man nach hause kommt, ins Bad stapft, sich die Zähne putzt und dann doch irgendwie, obwohl man es verhindern wollte, einen Blick in den Spiegel wirf? Wenn die Maske dann fällt und die eigene fiese Fratze einen anglotzt, die Nachbarn einen nicht mehr mögen, allgemein niemand einen mag und selbst die eigenen Eltern nur noch sporadisch anrufen.
Strategisch betrachtet, ist eine Kartoffel da effizienter.
Hier ist der komplette Beitrag in der tAZ-online
https://www.taz.de/!5453932/