Eine "keineswegs als Vorhersage" gedachte Vorhersage der internationalen Arena des ehemaligen russischen Präsidenten Medwedjew.
Quick&dirty übersetzt von mir für Euch.
Quelle: Telegram-Kanal von Medwedjew:
https://t.me/medvedev_telegram/78
Freitag, der 13.
Was noch alles kommt – resp: Die Welt nach den antirussischen Sanktionen (keinerlei Vorhersage)
Eine Reihe globaler Lieferketten wird unterbrochen. Eine ernsthafte logistische Krise ist möglich, einschließlich dem Zusammenbruch ausländischer Fluggesellschaften, denen der Überflug über russischem Territorium verboten ist.
Die Energiekrise verschärft sich in den Staaten, die selbstzerstörerische Sanktionen im Hinblick auf die Lieferung russischer Energieträger verhängt haben. Der Preisanstieg von Treibstoff wird sich fortsetzen, die Entwicklung der digitalen Revolution wird sich weltweit verlangsamen.
Es wird eine vollumfängliche internationale Lebensmittelkrise eintreten, möglicherweise wird es zu Hunger in einzelnen Staaten kommen.
Eine Finanzkrise in einigen Staaten bzw. Staatenbündnissen erscheint möglich, da einige nationale Währungen instabil werden; mit galoppierender Inflation muss ebenso gerechnet werden wie mit der Zerstörung der Rechtssicherheit im Hinblick auf den Schutz von Privateigentum.
Es wird zu regionalen militärischen Konflikten dort kommen, wo es über eine längere Zeit nicht möglich war, eine friedliche Lösung zu finden oder wo zentrale Interessen von Großmächten ignoriert werden.
Es werden Terroristen wieder aktiv werden, die der Meinung sind, dass die Aufmerksamkeit der westlichen Mächte nun durch die Auseinandersetzung mit Russland gefesselt ist.
Es wird zu neuen Pandemien kommen, die entweder der Verweigerung ernsthafter internationaler Zusammenarbeit im epidemiologischen Bereich oder auch direkter Verwendung als biologische Waffe geschuldet sind.
Internationale Einrichtungen, denen es nicht gelungen ist, ihre Effektivität bei der Beilegung der Situation in der Ukraine unter Beweis zu stellen, werden an Gewicht verlieren. Das betrifft u.a. den Europarat.
Es werden neue Bündnisse entstehen, die auf pragmatischer, nicht auf angelsächsisch-ideologischer Grundlage basieren.
Schließlich wird es eine neue Sicherheitsarchitektur geben, die zunächst de facto, später aber auch de jure die neuen Realien anerkennt: a) Die Schwäche der westlichen Konzeption der internationalen Beziehungen im Sinne der „regelbasierten Ordnung“ u.ä. westlichen Gedöns'; b) das Scheitern der Idee einer US-zentristischen Weltordnung; c) das Vorhandensein und die weltweite Akzeptanz von Interessen derjenigen Länder, die sich in scharfem Widerspruch zur westlichen Welt befinden.