En agenehmes, kihles Hallo all minanner! Unser heutiger Ausflug führt uns in die wunderschöne P(f)alz! 📚📖
Ich hatte vor laaanger Zeit in meinem 20 Fakten-Post mal erwähnt, dass ich gebürtig aus der Pfalz stamme und da ich die letzten Tage mal wieder dort verbrachte, dachte ich, wäre dies eine tolle Gelegenheit mal einen sprachlichen Ausflug dorthin zu machen!
Die Pfalz ist der südliche Teil von – wer hätte es gedacht – Rheinland-Pfalz, welches eingekuschelt zwischen Nordrhein-Westfalen, Hessen und dem Saarland liegt. Der dort gesprochene Dialekt ist das Pfälzisch, von den Einheimischen wird er jedoch nur Pälzisch genannt. Da ich vom untersten Zipfel der Pfalz stamme, wird es heute auch nur um’s Vorderpfälzisch gehen (Näheres dazu dürft ihr gerne hier nachlesen).
Ich möchte euch nicht mit sprachwissenschaftlichem Fachvokabular langweilen, außerdem kann sich doch bei dem Wetter eh keiner lange konzentrieren, also beschränke ich mich auf die prägnantesten Einzelheiten!
- Der Pälzer macht es sich gerne einfach, wenn er über andere spricht. Geht es bspw. darum, wann die Schwester samt Familie aus dem Urlaub zurückkommt, dann sagt man nicht etwa: „Hildegard und ihre Familie kommen am Dienstag zurück.“ sondern: „Hildegard kommen am Dienstag zurück“. Ich finde das tatsächlich sehr praktisch, weil effizient!
- Auch der Pälzer (sowie die meisten aus dem Süden Deutschlands) nennt den Nachnamen zuerst und verwendet stets einen Artikel dabei: aus Max Mustermann wird dann de Mustermann Max
- Der Pälzer trinkt seinen Wein gerne als Schobbe, am besten dann auch aus dem Schobbeglass, das fasst praktische 0,5l ! Alternativ geht auch ein Dubbeglass, das hat überall kleine Einkerbungen, Dubbe halt, und lässt sich dadurch besser festhalten.
Ich könnte noch länger so weiter machen, aber am besten ist es eh, wenn man das live erlebt, also fahrt einfach mal hin!
Abschließend möchte ich euch aber noch ein paar – aus hochdeutscher Sicht ungemein unsinnige – Wörter vorstellen:
backe – braten, frittieren und backen
dabbisch – doof
Debbich – Decke
Gählriewe – Karotten
Grummbeere – Kartoffeln
Guudsel – Bonbons oder Gebäck
Gwetsche – Pflaumen
Käschdl – Fernbediehnung
Käschde – Maronen
Kann – Topf
Kruuschd – Unfug, Zeug
Schnooge – Mücken
En dem Sinn winsch isch eich en scheene Owend, machens gud un bassen uf eich uf! Un dun eich mol ebbes gudes, d'Fies ind Bach hinge, wie isch!
Gud Nachd
Eier meluni