Steht ein Krieg bevor?
Präsident Trump scheint ungeduldig auf zumindest einen großen Krieg zuzustürmen. Möglicherweise auch auf zwei. Die Frage ist bloß, wer das erste Ziel sein wird. Nordkorea oder der Iran?
Land der Morgenröte
In den letzten Tage hat Präsident Trump zwei nuklearfähige B-1 Bomber über die koreanische Halbinsel fliegen lassen, um die unmissverständliche Botschaft zu senden, dass er bereit zum Angriff ist. Am Samstag gab er China die Schuld an Nordkoreas Weigerung die Raketentests einzustellen. Er tweetete; „Ich bin sehr enttäuscht von China ... Sie helfen uns nicht mit Nordkorea, nur Gerede. Wir werden nicht erlauben, dass dies so weiter geht.“
Laut einem Pressebericht behauptet eine ungenannte Pentagonquelle, dass Präsident Trump „innerhalb eines Jahres einen Militärschlag gegen Nordkorea durchführen wird“, nachdem Nordkorea dieses Wochenende eine Langstreckenrakete getestet hatte.
Iran und der Atomdeal
Der Iran, der zusammen mit Nordkorea und Russland das Ziel neuer Sanktionen durch den Kongress geworden ist, steht auch im Fadenkreuz des Präsidenten. Berichten zufolge war er ungehalten über die Aussage seines Außenministers Rex Tillerson, dass der Iran den Anforderungen des Atomprogrammes entsprechend handeln würde – er scheint sich darauf festgelegt zu haben die Konfrontation zu suchen.
Im Verlauf der letzten Woche schoß das US-Militär zweimal auf iranische Schiffe im Persischen Golf. Am Dienstag war ein iranisches Militärschiff von einem US-Navy-Schiff mit Maschinengewehrschüssen gewarnt worden. Am Freitag schoß ein anderes US-Navy-Schiff zur Warnung mit Leuchtraketen auf ein weiteres iranisches Schiff.
Man stelle sich einmal vor, dass Schiffe der US-Navy im Golf von Mexiko von iranischen Kriegsschiffen beschossen worden wären.
Trotz der neuen Sanktionen verkündete die iranische Regierung, dass sie dem Druck nicht nachgeben würde und das Testen ballistischer Raketen weiterginge. Das Raketenprogramm stellt keine Verletzung des P5+1 Iran-Vertrages dar, solange es dabei nicht um den Transport nuklearer Waffen geht.
Will er den Krieg oder wird er gedrängt?
Wen wird Trump also zuerst angreifen? Hoffen sollten wir darauf, dass es niemanden trifft, doch der zunehmende Druck seitens der Demokraten und der Republikaner wegen der weiterhin unbewiesenen „Russiagate“-Vorwürfe, könnten ihn dazu verleiten einen „schönen kleinen Krieg“ zu starten, um sich etwas Luft zu schaffen. Doch wenn er dies tut, bedeutet es wohl das Ende seiner Präsidentschaft und möglicherweise den Beginn eines noch größeren Krieges.
Auch wenn Trumps bombastische Rhetorik in Bezug auf den Iran und Nordkorea durchaus konsistent ist, wurde er doch vom amerikanischen Volk gewählt, da man dachte, dass er von den beiden Kandidaten der großen Parteien am wenigsten kriegstreibend sei.
Eine aktuelle Studie der Boston University und der University of Minnesota hat festgestellt, dass Trump die meisten Stimmen in den Teilen des Landes mit den meisten Kriegstoten gewonnen hat. Diejenigen, die am meisten unter den Kosten des Krieges zu leiden haben, waren von dem Kandidaten angezogen, von dem sie dachten, er würde die USA weniger wahrscheinlich in einen großen Krieg führen. Dies sind die Amerikaner in den Wechselstaaten Wisconsin, Penssylvania und Michigan, die die politischen Kommentatoren dadurch überraschten, dass sie Trump statt Hillary wählten.
Wird Trumps Vorgehen uns in einen oder zwei Kriege verwickeln, gegen die Irak und Afghanistan wie ein Kinderspiel aussehen werden? Millionen Tote? Es wird Zeit, dass wir unsere Stimme hören lassen, bevor es zu spät ist.
Dieser Artikel stammt von Ron Paul und wurde von mir mit Erlaubnis des Ron Paul Instituts übersetzt. Der Originaltext findet sich hier. Das Bild stammt von Pixabay.
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