Nun ja, es geht mal wieder mit einem Youtube-Video los, langweilige post-moderne Gesellschaft, lässt sich ewig berauschen mit diesen digitalen Medien. (Obwohl die Lernpyramide nach Edgar Dale deutlich zeigt, dass Videos einen höheren Mehrwert haben als Lesen, also runter vom hohen Ross, ihr arroganten Akademiker!1)
Jedoch zurück zum eigentlichen Video.2 Der Titel Where Tame Impala ends & Pond begins, explained lässt schon darauf schließen, dass es sich in eine gewisse abstrakte Richtung der Musik und vielleicht auch der Musikvideos bewegt, und so kam es auch. Der Clip zeigt, wie sich die im Titel genannten Bands in den Mitgliedern unterschieden und ähneln, analysiert aber auch gleichzeitig, wie sich die Bands entwickelt haben. Da mir Tame Impala schon eine Zeit lang bekannt ist, Ponds leider nur flüchtig, guckte ich mir direkt im Anschluss das Video Tame Impala - Feels Like We Only Go Backwards an3, war erneut über die farbenfrohe Machart überrascht und fand in der Beschreibung einen Hinweis auf die Herstellung dieses Augenschmauses. Und so beginnt die mittellange Reise durch das Internet auf der Suche nach guter psychedelischer Kunst.
Part I - Musik
Der Psychedelic Rock-Markt ist vermutlich riesig, aber ich möchte hier zwei bekannte, auch schon erwähnte Künstler und Bands vorstellen. Ganz zu Anfang steht natürlich:
Tame Impala
Als Band aus West-Australien darf Kevin Parker, eigentlich besteht die Band nur aus einer Person, das Glück genießen, in einem Land mit unglaublich warmen Temperaturen zu leben.4 Die Musik lässt sich im Album Lonerism noch als etwas Garage-Band-artig, also etwas einfach in der Produktion bezeichnen, die Drums klingen verhallen, die Gitarren verzehrt. Mit einem bisschen Old-School-Einfluss erinnert es schon etwas an die Beatles mit ihrem Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Jedoch sind die Melodien und musikalischen Erzeugnisse Parkers groartig, der Song Apocalypse Dreams schnell, eingängig, motivierend. Das Albumcover erinnert stark an den Sommer und durch die starke Überättigung des Klangerlebnisses kriegt der Hörer einen ungefähres Gefühl von dem Genre, welches ihn erwartet.
Tame Impala - Lonerism
Auf dem neueren Album von 2015 Currents geht es sauberer zu. Angenehme Synthesizer-Klänge, wohl abgemixte Songs schmeicheln dem Ohr des Hörers. Natürlich geht es weiterhin psychedelisch zu, sowohl musikalisch als auch bei der visuellen Gestaltung des Covers, vielleicht könnte hier der Begriff Neo-Psychedelismus passen. Es sind ein weiteres Mal eingehende Melodien, aber auch tiefere Texte für den Lyrics-Lesenden vorhanden z.B. 'Cause I'm a Man.5
Tame Impala - Currents
Ponds
Die zweite Band ist mir neu, trotzdem sollen ein paar Worte fallen gelassen werden. Kevin Parker ist Mitglied, der Front-Sänger hat vokale Ähnlichkeiten mit ihm, die Musik ist auch stark von Synthesizern und einem psychedelischem Klang geprängt. Auch hier würde eine Einordnung in die Kategorie des Neo-Psychedelismus klappen, auf Grund der vielen Gleichheiten. Das Albumcover des neusten Albums The Weather ist nicht so stark surreal angehaucht wie Tame Impalas Auswahl, allerdings wirkt die ganze Szenerie wie Kunst aus dem Sozialismus.6 Allerdings fehlt mir auf diesem Gebiet ein Vergleichsobjekt, so bleibt es eine Vermutung.
https://www.finanzworkshop.de/spielend-lernen/
2) Vgl. Aiden McNamara, Where Tame Impala end & Pond begins, explained; www.youtube.com/watch?v=MU4Ikl_XeXw
3) Tame Impala, Feels Like We Only Go Backwards; www.youtube.com/watch?v=wycjnCCgUes
4) Wikipedia, Tame Impala; https://de.wikipedia.org/wiki/Tame_Impala
5) Genius, Tame Impala - 'Cause I'm A Man (Lyrics); https://genius.com/Tame-impala-cause-im-a-man-lyrics
6) Wikipedia, Sozialistischer Realismus; https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistischer_Realismus
7) Bane's World, you say i'm in love;
9) King Gizzard & The Lizard Wizard;