Hallo Freunde,
wie der ein oder andere bereits gehört hat, kam ein Ebola Patient nach Deutschland. Um genau zu sein ein Arzt der für eine Missionsgesellschaft aus den USA in Afrika tätig ist und US Amerikaner ist. Er und ein anderer Betroffener Patient wurden nach Europa gebracht, der andere Patient wurde nach Prag gebracht. Man hat sich dazu entschlossen die Patienten in Europa zu behandeln, da wir hier entsprechende Kapazitäten haben und gleichzeitig der Flug nicht so lang ist wie in die USA, was bei Patienten in einen potentiell kritischen Zustand durchaus wichtig ist, da man in der Luft nicht viele Möglichkeiten hat, die Patienten zu versorgen.
Man muss dazu sagen, dass die Behandlung in spezialisierten Einrichtungen stattfindet, bei denen Intensivstation und Isolierstation kombiniert sind, was relativ selten weltweit vorgehalten wird. Und in Deutschland ist das Robert Koch Institut direkt mit an Board um den Erreger zu untersuchen, da es für diese Form von Ebola noch keine Behandlung gibt. Mal schauen ob sie was hinbekommen. Aber wir haben den Vorteil, dass entsprechende Stellen den Umgang mit Ebola schon kennen und Erfahrung darin haben, seit dem Ausbruch 2014/2015 in Westafrika. Damals kamen bereits mehrere Patienten aus dem entsprechenden Raum nach Europa. Vor Ort ist eine Behandlung schwierig, da entsprechende Behandlungskapazitäten kaum vorhanden sind. Um ihre Mitarbeiter zu schützen, haben deshalb eigentlich alle Organisationen Versicherungen abgeschlossen um ihre Mitarbeiter versorgen zu können, weshalb auch davon auszugehen ist, dass die Versicherung der Missionsgesellschaft, die ihn in das Krisengebiet geschickt hat, die Kosten zu tragen. In anderen Fällen in der Vergangenheit waren auch die Arbeitgeber entweder Kostenträger, also meistens staatliche Organisationen oder Wohlfahrtsverbände, oder die WHO hat die Behandlung von Patienten getragen.
Also in dem Sinne, gehabt euch wohl.