Einen schönen guten Abend allerseits :)!
Pilze - um eine gewisse Zeit des Jahres geht mir nichts anderes durch den Kopf. Jährlich wächst das Wissen um diese interessant drein schauenden wie wohlschmeckenden Wesen und auch dieses Jahr konnte der Schwamm unter meinem Haar wieder einiges dazu lernen.
Viele wohlschmeckende neue wie alte Bekanntschaften gab es auch dieses Jahr in unseren schönen Wäldern antreffen, wovon ich euch euch hier mal ein Paar Bilder nach der Reinigung der Pilze präsentieren möchte:
Beginnend mit der 1 auf dem Bild sehen wir den Rotfußröhrling, welcher wie man sich denken kann ganz gut an seinem roten Fuß erkannt werden kann, der Großteil des Schälchens ist mit besagtem Pilz befüllt. Dieser trägt an der Unterseite einen auf dem Bild gut zu sehenden gelben Schwamm, welcher ggf. (sofern matschig) auch einfach und schnell per Hand entfernt werden kann. Zumeist wächst dieser Pilz nicht alleine, somit lohnt es sich eigentlich immer sich nach seinen Kollegen umzuschauen, einen zweiten findet man eigentlich immer in der Nähe :).
Unter der 2 sehen wir einen Bovisten, diesen gibt es in diversen Weißtönen und Größen vorzufinden, mit zunehmendem Alter verfärbt er sich zumeist bräunlich und seine ehemals glatte Oberfläche wird leicht "flockig/pulverig". Ein relativ einfach zu erkennender Pilz und meiner Meinung nach nicht wirklich wie so oft beschrieben mit einem jungen Knollenblätterpilz zu verwechseln. Mit den kleinen lässt sich relativ wenig anfangen, da diese geschmacklich auch nicht sonderlich intensiv sind, die riesige Variante hingegen lässt sich anbei wunderbar zu einem Pilzschnitzel verarbeiten :).
Auf der 3 findet sich der Knoblauchschwindling (1) (2), welcher schon durch seinen Geruch sehr einfach zu erkennen ist. Der Pilz hat wie zu erwarten ein intensives Knoblaucharoma, der Bärlauch unter den Pilzen wie man sagen könnte xD. Einigen Arten wird eine Unverträglichkeit (in großen Mengen) zugeschrieben (ist das auf dem Teller eine große Menge?^^), wobei ich das nicht bestätigen kann, die waren einfach nur lecker und haben ihr Aroma wunderbar im Salat und anderen Speisen verteilt :).
Die 4 kennzeichnet den Riesenschirmling (Parasol), beim Verzehr macht er geschmacklich nicht sonderlich viel her, jedoch lässt er sich wunderbar mit einem Ei überbacken oder panieren, was ihm letztlich die nötige Würze verleiht. Der Pilz wächst zumeist in einem sogenannten Hexen/-Feenring und ist durch weitere Merkmale wie seinen Schirm am Stiel und die charakteristischen Schirme doch recht einfach zu erkennen.
Die 5 und die anderen roten Kreise auf dem Bild markieren die Marone, bzw. den Maronen-Röhrling. Diesen erkennt man eigentlich wunderbar an der typischen "Röhrlingsform" wie seiner äußerlich wie innerlichen Färbung, welche sich wie durch die Markierung zu sehen deutlich von der des Rotfußröhrlings unterscheiden. Auch der Stiel weist natürlich einen optischen Unterschied auf, was ihr um ehrlich zu sein aber besser unter den verlinkten Websites wie auf den hier zu sehenden Bildern feststellen könnt.
Hier könnt ihr euch noch ein wenig weiter im Bezug auf Röhrenpilze einlesen, bzw. weitere Arten kennen lernen, sind tolle Pilze dabei :).
Die auf den ersten beiden Bildern zu sehenden Pilze wurden anbei zu einer köstlichen Cremesuppe wie einer ebenfalls sehr schmackhaften Pasta-Soße verarbeitet :)!
Womit wir anschließend zu einem wie ich finde ganz besonderen Fund kommen:
Der Krausen Glucke - dieser einem Schwamm ähnelnde Pilz sieht auf den ersten Blick eher etwas unappetitlich aus, ich kann euch aber versichern, das täuscht, denn dieser Pilz besticht durch ein einzigartiges Aroma :)!
Nur das Reinigen dieser Köstlichkeit ist ein wenig aufwendig, da beim Wachstum des Pilzes immer wieder Erde, Tannennadeln und andere Pflanzenreste im Inneren des Pilzes verwachsen und vor dem Verzehr erstmal entfernt werden müssen. Der vorzügliche Geschmack ist diese Mühen allerdings allemal wert :)!
Die Krause Glucke wurde ebenfalls zu einer unglaublich köstlichen Sahnesoße für Pasta verarbeitet, wovon ich nur beim Gedanken daran schon wieder Hunger bekomme :D!
Auch ein paar Fliegenpilze haben den Weg gekreuzt, diese sind weder der Erwartung einiger Leser allerdings im Wald geblieben :D.
Natürlich hab ich mich nicht nur nach Pilzen, sondern auch nach Pflanzen wie Lebewesen aller Art umgeschaut, wobei mir an einem Tag besonders viele Farbenvariationen unter den Schnecken aufgefallen sind, aber schauts euch einfach selbst mal an:
Im Wald ists immer wieder schön, gerade um die Zeit wenns Pilze gibt, ich kanns wirklich nur jedem ans Herz legen sich mit Pilzen wie auch Pflanzen/Wildkräutern im allgemeinen auseinander zu setzen, ich persönlich seh darin nur Vorteile, insbesondere in Anbetracht der Inhaltstoffe, ich mein lest euch mal den Eintrag zum Riesenbovisten aufmerksam durch oder zieht auch den dem "Parasol-ähnlichen" spitzschuppigen Stachel-Schirmling in Betracht, welcher eine Alkoholunverträglichkeit auslösen soll... das klingt jetzt vielleicht komisch, so ein Pilz der eine Alkoholunverträglichkeit auslöst, aber wär das nicht DIE LÖSUNG für jeden Alkoholiker?^^
Im allgemeinen bietet uns die Natur meiner Meinung nach alles was wir brauchen, wir müssen nur wieder lernen, wo wir hin zu langen haben :)!
Womit mir nur noch bleibt euch eine schöne Zeit zu wünschen, lasst euch nicht verrückt machen und auf bald :)!