Diese Inpiration der Woche ist mitten aus dem Leben gegriffen: Ich habe im Sommer einen leckeren Mohnguglhupf gebacken, der mir beim Herausnehmen aus der Form, ganz schön zerbrochen ist.
Jetzt hätte ich fluchen und schimpfen und mich ärgern können, oder eben zu einer kreativen Lösung greifen.
Das tat ich auch. Ich griff kurzerhand zum Marmeladeglas (Powidl = Pflaumenmus) und klebte den Kuchen wieder zusammen.
Das Ergebnis war vielleicht optisch nicht ganz so hübsch, wie ein unversehrter Kuchen (aber nichts, was man mit einer Glasur nicht beheben hätte können), aber geschmacklich war es um so vieles Besser als der reine Mohnkuchen, wie er eigentlich geplant war.
So, das war die naheliegende Erklärung...
Allgemeiner betrachtet, kann die Aussage auf jede Lebenssituation übertragen werden:
Aus jeder unangenehmen oder unvorhergesehen Situation kann sich etwas ganz Besonderes ergeben, wenn man dafür offen ist und sich nicht daran festkrallt, wie es eigentlich hätte sein sollen.
In dem Restaurant, wo man hingehen wollte, ist kein Platz frei? Vielleicht entdeckt man an dem Tag ein ganz neues Restraurant, das man sonst nie gefunden hätte.
Am Heimweg ist Stau? Vielleicht hört man in der Zwischenzeit etwas Interessantes oder Entspannendes im Radio, hängt einfach den Gedanken nach oder diktiert dem Handy sogar den neuesten Steemit-Blog (Achtung! Nicht ganz gesetzeskonform.)
Die Kinder wollen alle 5 Minuten etwas von mir und ich kann einfach nicht am Computer arbeiten. - Na ja so ein gemeinsames Spiel bleibt uns ja vielleicht mehr in Erinnerung und macht mehr Spaß als der 1.000ste Blogbeitrag... (Wobei dieser Fall fällt mir ziemlich schwer!)
Ich schätze das System ist klar und die Liste der Momente, wo sich durch eine Widrigkeit etwas wunderbares ergeben hat, lässt sich endlos fortsetzen...
Wenn ich z.B. nicht vor meiner Ehe dauernd in unglücklichen Beziehungen gewesen wäre, wäre ich womöglich nicht nach Kanada auf den Weltjugendtag oder alleine mit Auto und Zelt nach Korsika gekommen.
Und hätte ich jemals ca. 1000 km von München aus den Jakobsweg mit dem Fahrrad befahren, wenn ich mich nicht in meinem Job völlig vorausgabt hätte? Wahrscheinlich nicht.
Ach ich wäre gespannt, auf Beispiele aus deinem Leben, wo du den Kuchen mit Marmelade zusammengeklebt hast (in Wirklichkeit oder bildhaft gesprochen).
Hinterlass mir doch einen Kommentar!