"Mit der Wahl beerdigt der Bürger seine Stimme für vier Jahre." So oder so ähnlich geistert es durchs Netz, um die Bürger von der Sinnlosigkeit des Wählens zu überzeugen. Natürlich mache ich mir keine Illusionen bei den derzeitigen Parteien im Parlament bzw. der von den wahren Machthabern geführten Marionetten. Das kann aber kein Grund fürs Nichtwählen sein, sondern sollte eher Auftrieb sein, diese Parteien nicht zu wählen.
Das mit der abgegebenen Stimme, mit der man für vier Jahre seine Stimme verliert, ist so eine blöde Bauernfängerei, dass es schon weh tut. Gerne wird dieser Unsinn noch mit dem Zitat „Wenn Wahlen etwas änderten, wären sie längst verboten“ , garniert, das fälschlichwerweise Tucholsky zugeordnet wird.
Wer sagt denn, dass ein Wähler verpflichtet ist, 4 Jahre den Mund zu halten, wenn er mit der Arbeit der Regierung oder der von ihm gewählten Partei nicht zufrieden ist?
Mag zwar Andreas Popp & Co. nur hier griffen sie voll daneben bzw. haben ihrer Eitelkeit freien Lauf gelassen in der Hoffnung, dass diesen pseudointellektuellen Sager viele auf dem Leim gehen.