Ich bin gerade dabei, meinen Kindern zu erklären wie Geld funktioniert und staune immer wieder darüber, wie wenig in der Schule zu diesem Thema beigebracht wird.
Wenn ich an mich zurückdenke und überlege, mit welchem Finanzwissen ich die Schule verlassen habe, so muss ich ehrlich zugeben, dass ich im Prinzip nur sehr wenig wusste. Ich wusste nichts über verschiedene Anlageformen, Versicherungen und Börse.
Da mich das Thema persönlich interessiert hat, habe ich mich sehr intensiv damit befasst. Ich erlebe aber immer wieder, dass viele Menschen über ein sehr rudimentäres Wissen in diesem Bereich verfügen. Komischerweise verlassen sich viele (oft blind) auf ihren Finanzberater.
Bei anderen Themen informieren wir uns doch auch!
Ich persönlich finde das Thema Geld viel zu wichtig, um es den anderen anzuvertrauen bzw. komplett aus der eigenen Hand zu geben. Ich bin durchaus bereit neue Informationen aufzunehmen oder Empfehlungen von Finanzexperten zu folgen (falls es wirklich Experten sind), weil man natürlich nie alles wissen kann. Ich informiere mich, um mir dann eine eigene Meinung zu bilden.
Gerade heute in der so genannten Null-Prozent-Zinssituation ist es wichtig zu wissen, wie Geld überhaupt noch angelegt werden kann.
Bei so vielen anderen Themen (wie beispielsweise Autokauf) informieren wir uns sehr ausführlich über die Anschaffungs- und Reparaturkosten. Diverse Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis werden abgefragt, um dann sich das passende Auto auszusuchen.
Finanzielle Bildung als Schlüssel zur finanziellen Freiheit
Das Thema Geld scheint aber offensichtlich so langweilig und kompliziert zu sein, dass nur wenig Bereitschaft in der breiten Masse aufgebracht wird, sich mit dem Thema zu befassen. Dabei träumen doch so viele von finanzieller Unabhängigkeit und tun so wenig dafür!
Ich bin fest davon überzeugt, dass finanzielle Bildung auch in die Schulen gehört. So kann die Angst genommen werden, aus Unkenntnis eine falsche Entscheidung zu treffen. Außerdem würde das Thema einen anderen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass das Thema Geld etwas Verpöntes ist. Wie oft hört man „Geld ist nicht alles“ oder „Geld allein macht auch nicht glücklich“. Dabei kann mit Geld so viel Gutes getan werden, wenn man es nur richtig einsetzt.
Ich bin auf Eure Kommentare gespannt. Wie ist es bei euch mit dem Thema Geld? Woher schöpft ihr euer Wissen? Seid ihr auch der Meinung, dass finanzielle Bildung in die Schulen gehört?