2017 steckt mir noch in den Knochen. Es war ein heftiges Jahr; arbeitsintensiv, aufsässig und anstrengend. Natürlich gab es neben innigen Momenten und tollen Begegnungen auch Kullertränen, zerplatze Hoffnungsblasen und die eine oder andere Sorgenfalte gräbt sich sichtbar tiefer in mein Gesicht als 365 Tagen zuvor.
Der persönliche Jahresrückblick: nostalgische süße Medizin
Bei all den medialen Rückblicken im TV bewährt sich die pittoreske Eigentherapie. Meine Empfehlung: Das Jahr mal in Bildern wie einen Längsstreifen bei alten Filmen Revue passieren zu lassen! Fotoreisen sind Seelenarbeit. Wie wohltuend!
Perspektive durch Wechsel
Warum? Moments have changed your life! Augenblicke werden zudem völlig unterschiedlich wahrgenommen. Perspektivenwechsel sind sowohl für unsere Kommunikation, als auch hinter der Kamera essentiell. Mal zoomen wir uns näher an eine Situation oder einen Menschen heran, dann versuchen wir den Überblick durch Distanz zu wahren und uns neu zu ordnen. Dadurch bestimmen wir den Bildausschnitt unseres Lebens stets selbst. Wer nur mit dem Makrofilter durchs Leben geht verliert leicht den Überblick. Wogegen das beste Weitwinkelobjektiv keine wichtigen Details einfängt. Der Blick durch das Teleobjektivs eignet sich eben nicht zur Standortbestimmung.
Und noch einen Vorteil haben diese komprimierten Fotostreifen: Wenn ich in meinen elektronischen Arbeitskalender beispielsweise die letzten Monate durch zappe, dann tue ich mir beinahe leid. Offenbar hat mein Jahr nur aus Besprechungen, hunderten Telefonaten, Kommunikations-Trainingsstunden und -zig Vorträgen bestanden. Jede Woche hab ich gefühlt 200-300 Menschen kennengelernt.
Betrachte ich hingegen mein Foto-Diary, dann ergibt sich ein völlig anderes Bild. Hier stellt sich das Jahr erlebnisreich und bunt dar. Gelegentlich keimt sogar die Gewissenfrage auf: War ich denn nur auf Urlaub? Den Besuch auf der heurigen Biennale hätte ich schon wieder vergessen. Der Trip nach Südamerika war wunderschön und im Herbst bin ich auch noch Oma geworden. Eigentlich war das Jahr trotz nerviger Sitzungen, schiefer Verteilung der Verantwortung und viel Arbeit für andere doch ganz passabel. Mal sehen, ob 2018 wirklich ein "gerades Jahr" wird ;-).
(alle Fotos sind von mir selbst gemacht worden: iphone 6sPlus & Nikon Coolpix P900)