Am Wochenende war es wieder einmal an der Zeit, gemeinsam mit meinem guten Freund und drei anderen FreundInnen die wunderschöne Natur des Salzkammergutes zu genießen. Diesmal war das Gebiet um den Wolfgangsee an der Reihe - ein Gebiet, welches, nicht zuletzt dank eines bestimmten Politikers, auch bei den Deutschen sehr beliebt ist und zu den beliebtesten Touristenregionen meines schönen Heimatlandes gehört. Und das absolut zu Recht!
Das Ziel des Wochenendausfluges im schönsten Bilderrahmen der Welt - der Natur!
Die Bleckwand
Bevor es in den See ging, stand zum Frühstück eine kurze Wanderung auf die Bleckwand, einem 1541m hohen Gipfel mit malerischem Ausblick auf den Wolfgangsee, auf dem Programm. Keine 50 Meter vom Gipfelkreuz entfernt findet man den beliebten Fotospot mit dem Bilderrahmen aus Stein, den ihr in obigem Foto bestaunen könnt. Diese Naturbrücke hält auch einige Leute aus (wir waren zu 5. oben), ihr könnt euch für ein Foto also auch einfach raufstellen ;) Vom Gipfel aus, hat man dann einen wunderschönen Überblick über den gesamten Wolfgangsee.
Der Teil des Wolfgangsees, der oben nicht eingerahmt ist!
Nach einem ausgiebigen Genuss des Panoramas, empfehle ich, gleich beim Genießen zu bleiben und bei der in etwa 10. Minuten entfernten Bleckwandhütte einzukehren. Auf der herrlichen Sonnenterrasse schmecken die guten Speisen und ein kaltes Weißbier gleich noch viel besser!
Wenn man dann fertig geschmaust hat, und hoffentlich wohl behalten wieder im Tal angelangt ist, gibt es eigentlich nur eine Option - ein Sprung in das kristallklare Wasser des Wolfgangsees.
Action pur in und rund um den See
Kostenlose öffentliche Seeezugänge sind zwar rar, die wenigen Euros Eintritt, die man in diversen Naturbädern berappen muss, zahlen sich aber mehr als nur aus. Alternativ kann ich, v.a. ohne Kinder auf die man aufpassen muss, empfehlen auf der Bundesstraße in Richtung St. Gilgen zu fahren, dort gibt es zwei Parkplätze mit Wiese und guten aber steilen Einstiegsmöglichkeiten in den See.
Neben dem reinen Baden, lädt der See aber noch zu sehr vielen weiteren Actionmöglichkeiten ein. Mein persönlicher Favorit war am vergangenen Wochenende eindeutig das hier:
Schaut nicht nur lustig aus, sondern war es auch! (am rechten Reifen im Foto) ist übrigens als Einziger von uns nicht runtergefallen :/
Solltet ihr auch auf diesen Reifen oder anderem über den Wolfgangsee fetzen wollen, kann ich euch den Familienbetrieb Wassersport Girbl empfehlen. Es handelt sich um einen sehr freundlichen Familienbetrieb, wo Eltern und Kinder dafür sorgen, das ihr ein cooles Erlebnis habt. Während die älteren Kinder für das Fahren mit den Booten zuständig sind, managen die jüngeren Kinder gemeinsam mit der Mutter die Organisation am Steg. Bevor mir jetzt einer mit Kinderarbeit oder so kommt - der geschätzt 12-jährige Junge, der sich gemeinsam mit einem Freund um den Ticketverkauf kümmerte, hatte allem Anschein nach unglaublichen Spaß an der Sache und lernte durch den ständigen Touristenkontakt nebenbei auch noch gut English. Als ich selbst in diesem Alter war, half ich jedem Samstag 5h lang beim eintönigen Verkaufen von Gemüse am Wochenmarkt - und selbst das war lustig. Also ich glaube nicht, dass sich der Junge durch die Arbeit groß belastet fühlt, keine Sorge ;)
Wenn ihr besonders waghalsig seid, solltet ihr auch ein bisschen Zeit für die Falkensteinwand in Fürberg am Wolfgangsee einplanen. Dort lässt es sich nämlich sehr gut Klippenspringen, von wenigen Metern bis hin zu 27 Metern ist hier alles möglich. Aber bitte Vorsicht, aus so großen Höhen ist der Aufprall im Wasser alles andere als ungefährlich, ein bisschen Übung von niedrigen Höhen sollte schon sein, bevor man sich in zweistellige Gegenden wagt. Wir selbst haben es am Wochenende leider nicht zur Wand geschaftt, darum kann ich euch von dort keine Fotos anbieten. Stattdessen habe ich euch ein Video der Red Bull Cliffdiving Tour rausgesucht, die dort u.a. 2008 stattgefunden hat:
Für die Menschen, die eher keine Wasserratten sind, und Spaß in einer trockenen Umgebung bevorzugen, kann ich das Sommerrodeln in Strobl empfehlen. Dort könnt ihr auf Sommerodeln den Hang hinunterdüsen, was fast genauso viel Spaß macht, wie die diversen Wassersportarten. Für andere Leute vielleicht so gar mehr Spaß :)
Nächtigen am Wolfgangsee
Wie ihr anhand der Fülle von Möglichkeiten vermuten könnt, reicht ein Tag eigentlich nicht aus, um den Wolfgangsee komplett zu erleben. Die Gegend is zwar sehr auf Tourismus konzentriert und es gibt sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten - vor Ort spontan eine Bleibe für die Nacht zu finden, ist aber dennoch gerade im Juli und August sehr schwierig. So waren z.B. am Wochenende sämtliche Campingplätze restlos besetzt, weswegen wir Wildcampen mussten, was natürlich weder erlaubt noch gerne gesehen ist.
Schön ist es aber trotzdem, vor allem weil man direkt am See den Sonnenaufgang miterleben kann.
Falls ihr ebenfalls mal in so eine Notlage kommen solltet und quasi nicht auskönnt, draußen zu schlafen, bitte darauf achten, euren Müll wieder mitzunehmen. Am besten, man hat einfach einen Müllsack mit!
Zum Abschluss ein kleines Quiz
Zwei kleine Fragen könnten sich Leuten, die diesen Bericht gelesen haben, noch stellen:
- Durch welchen deutschen Politiker erlangte der See Bekanntheit?
- Wo haben wir da gewildcampt?
Ich denke, die Fragen sind mit ein bisschen Recherche auf jeden Fall beantwortbar. Für die jeweils erste richtige Antwort per Kommentar gibt es einen 50% Upvote!
Ich hoffe, mein kurzer Bericht und das Quiz haben euch Spaß gemacht - für Fragen rund um den See stehe ich, soweit ich diese beantworten kann, natürlich offen!
Liebe Grüße,
Martin