Hallo liebe Steemit-Community,
Mein Name ist Mathias aus Hamburg.
Heute, am 09. September 2017, ist mein erster Tag hier auf der Social Media Plattform „Steemit“. Über den Blogger wurde ich auf Steemit aufmerksam. Danke Dennis für den Tipp in einem deiner Videos, die mich immer wieder begeistern. Nach kurzer Recherche war für mich klar: Hier muss ich dabei sein.
So möchte ich mich #verification zunächst einmal vorstellen:
Ich bin in Berlin-Friedrichshain im Jahr 1965 geboren und aufgewachsen in einer Zeit, in der man noch (zumindest wir in Ostdeutschland) kein Auto besaß, ohne Telefon zu viert auf 62 qm leben musste, um Freunde zu „adden“ nach draußen ging und wenn man in eines der 5 Fernsehprogramme umschalten wollte, zum Schwarz-Weiß Fernseher gehen musste. Um ganz ehrlich zu sein: es kommt mir so vor, als wären die meisten Menschen meiner Generation – zugegeben etwas überzeichnet dargestellt – in dieser Zeit stecken geblieben: „Wir haben das schon immer so gemacht und ändern das jetzt auch nicht mehr!“ Man lebt, wo man schon immer lebte, arbeitet, wo man schon immer arbeitete und schafft sein Geld zur Bank auf ein Sparbuch. Selber bezeichne ich mich hingegen als Freigeist und bin lebenslang immer offen für Neues und dafür bereit Risiken einzugehen. Hier Gleichgesinnte zu finden: da wird die Luft schon dünn im Land! ;-)
Ich habe den „anständigen“ Beruf eines Karosseriebauers erlernt, da Handwerk im Land der Dichter, Denker und Vorgartenzwerge laut meiner Eltern schließlich „goldenen Boden“ hat. Bildlich gesprochen ging ich zu „Onkel Werner in die Werkstatt“. Seit Anfang der 1970-er Jahre lebte ich in Sachsen. Nach der Lehre dann verbrachte ich 3 Jahre in einem Jagdgeschwader an der Ostsee Zeit bei der NVA am russischen Jagdkampfjet MIG 23. Im Nachhinein eine prägende Zeit. Schon in der Schulzeit begann ich in einer Schulband Schlagzeug und Gitarre zu spielen. Seit über 35 Jahren spiele ich daher nun schon in verschiedenen Bands oder auch solo, alles semiprofessionell. Aber dazu sicher einmal später mehr.
Als dann die Wende kam, kurz vor der Wiedervereinigung, heiratete ich an einem Mittwoch und ging 6 Tage später nach Ostbayern zu Verwandtschaft meiner Braut, die ich vorher nur ein einziges Mal getroffen habe. Ziel war es, in Bayern meine Arbeitskraft teuer zu verkaufen. Ich glaubte nicht an die blühenden Landschaften, die Herr Kohl versprach. Im Osten Bayerns konnte ich mich beruflich, musikalisch, sowie privat entfalten. Ich arbeitete die ersten 3 Monate in einer Autolackiererei, dann 6 Monate im BMW Werk am Fließband und dann bis 1998 bei einem niederbayerischen Bushersteller. Trotz der vielen Veränderungen: Ich war gut angekommen, hatte eine erfolgreiche Band, war glücklich verheiratet und hatte mit meiner Frau mittlerweile zwei süße Töchter ….. Da war aber dann irgendwann etwas, das mir sagte: Das kann es doch nun nicht gewesen sein!
So bekam ich die Chance, Ende 1998 einen großen Finanzvertrieb kennen zu lernen. Nach nur drei Monaten Einarbeitungszeit kündigte ich meinen „goldenen“Handwerksjob, machte mich selbständig und wurde Vermögensberater. Bereits im ersten Jahr vervierfachte ich mein Jahreseinkommen. Diesem Finanzvertrieb blieb ich ganze 15 Jahre lang treu. Seit 1998 bin ich also freiberuflich selbständig.
Im Jahr 2007 hatte ich einen schweren Unfall, der bei mir erneut alles in Frage stellte. In der Folge war ich über ein Jahr lang berufsunfähig und es kam wieder die Frage auf, wie es denn nun in meinem Leben weiter gehen sollte. Schließlich hatte das Schicksal mir von jetzt auf gleich die Füße weggerissen. Privat lief es zudem auch immer schlechter mit der Folge, dass ich mich nach 20 Jahren von meiner Frau trennte und mich komplett umorientieren wollte. Im Jahr 2009 verbrachte ich eine Woche für mich ganz allein in Hamburg und habe mich sofort in diese Stadt verliebt.
Warum also nicht in Hamburg leben? Ich kenne dort zwar niemanden, aber der einzige Mensch, der mir im Weg steht, bin ich am Ende selber. Ich stand mir nicht im Weg, brach alle Zelte in Niederbayern ab und zog nach Hamburg zu einer Frau, die ich auch nur ein paar Tage vorher traf.
Es kam, wie es kommen musste: Die Frau und die Situation war nicht zu ertragen. Im Grunde war ich nach wenigen Wochen auf der Straße gelandet: Wenig bis kein Geld, Keine Wohnung, ein teures Auto, Schulden aus der Trennung – kurz gesagt zerstört.
„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende“
So meinte es das Schicksal dann doch gut mit mir und ich lernte die Frau kennen, die mich gerettet hat und mit der ich seitdem glücklich zusammen leben darf. Ein Geschenk.
Der Rest ist kurz erzählt:
Ich verließ den Finanzvertrieb. Ich ließ mich von einer Gesellschaft anheuern, die mir Gott Wunder was versprach: Das ging nach 2 Monaten in die Binsen. Ich fing dann bei einer anderen Gesellschaft an, die mir auf eine andere Art den Megaerfolg versprach: Das ging nach 8 Monaten in die Binsen. Ich begann an der Börse zu traden: Das ging nach 1,5 Jahren in die Binsen. Ich begann als freier Finanzmakler zu arbeiten, auch das brachte nicht wirklich den großen Erfolg. Seit Mai 2017 bin ich nun freiberuflich für einen großen Versicherungskonzern tätig. Das läuft ganz gut an und entwickelt sich ausgezeichnet. Es ist schön, langsam beruflich wieder Boden unter die Füße zu bekommen und damit die letzte Baustelle meiner „Auswanderung“ in den Norden zu schließen.
Parallel habe ich immer auch eines im Auge, was sich stetig und step by step entwickelt: Alle Chancen, die irgendwie mit dem Internet, den neuen Technologien, der neuen digitalen Welt, sowie dem Marketing diesbezüglich zu tun haben. Schließlich betrifft mich das auch ganz wesentlich beruflich im Markt und Wettbewerb mit den FinTech Unternehmen. Ich betreibe einen eigenen YouTube Kanal und beschäftige mich mit Affiliate Marketing sowie den Chancen der Kryptowährungen und der Blockchain Technologie. Mein Ziel ist es, eines Tages ein passives Einkommen zu erzielen, und nur noch an dem zu arbeiten, was mir tatsächlich Spaß und Freude bereitet. Ja, und ich schreibe gerne. Und damit schließt sich hier in der Vorstellung der Kreis. Ich freue mich sehr, nun auch ein „Steemian“ zu sein und bin gespannt, wie sich das alles hier entwickelt. Es ist schön, bei den großen neuen Dingen von Beginn an dabei zu sein. Das ist es, was mir Spaß macht. Und ich sage: „Never give up and find your own way to be what you want to be!“ In diesem Sinne: steemige Grüße an Euch alle!
Hit it!
Mathias