Falls ihr euch fragt, was der Titel soll: meinen eingerosteten Fremdsprachenkenntnissen zufolge ist es die Übersetzung von "zitti e buoni". So heißt nämlich das Gewinner-Lied des Eurovision Song Contest. Den Quatsch sehe ich mir schon seit Jahrzehnten nicht mehr an, aber einen Blick in die Ergebnislisten gönne ich mir hinterher dann doch.
Besonders toll war der Wettbewerb nie. Früher, als er noch "Grand Prix Eurovision de la Chanson" hieß, konnte man ihn zwar nicht aussprechen aber dafür war ab und zu etwas Hörenswertes dabei. Ich denke da an Domenico Modugno mit Volare, Sandie Shaw mit Puppet on a string oder sogar Abba mit Waterloo. Es gab auch Niedlichkeiten wie Save your Kisses for me oder Making your mind up. Oder wir hörten sehr eigenartige Sachen wie Wunder gibt es immer wieder, Merci Cherie oder Dschingis Khan (Hu, Ha!)
Das ist alles keine Musik, die ich mir unbedingt anhören würde. Was die Choreographie betrifft ... auch damals schon waren die Auftritte für einiges Fremdschämen gut. Immerhin entsprach es einigermaßen dem Zeitgeschmack und ich habe nie echtes Entsetzen gespürt, höchstens ein bisschen Langeweile.
Aber kommen wir zum Titelgebenden Gewinnersong. Ich habe ihn mir angehört und bei mir gedacht: "wenn der shice gewinnt, wie klingen dann erst die Anderen?" Wer neugierig ist, kann gerne reinhören. Kleiner Tipp: wenn man die Augen schließt und nicht auf den Bildschirm sieht, ist der Anfangs-Riff sogar ganz nett.
Höchst gewöhnungsbedürftig.
Deutschland hat diesmal den vorletzten Platz gemacht. Da gab es schon schlechtere Ergebnisse. Vorwarnung: ihr solltet nur auf Play drücken, wenn ihr wirklich nervenstark seid.
Verstörend.
Da ich hier in D-A-CH poste, sei noch der Chronistenpflicht Genüge getan. Die Schweiz hat den vierten Platz gemacht und die Österreicher sind offenbar schon in der Vorentscheidung rausgeflogen. Glückliches Österreich!