Das philippinische Gericht hat sehr viele ungerechte Vorschriften.
Eine dieser Vorschriften besagt, dass Dokumente nur dann angenommen werden, wenn sie notariell beglaubigt sind. Das hört sich zwar oberflächlich plausibel an, aber betrachtet man die Korruption unter Anwälten, ist diese Vorschrift sehr problematisch.
Wenn man zum Beispiel Beschwerden gegen Staatsanwälte oder Richter einreichen möchte, lehnen die meisten Notare eine Beglaubigung ab und verweigern den Zugang zur Anwaltskanzlei. Oder wenn ein korrupter Richter einen rechtswidrigen Haftbefehl ausgestellt hat, begibt man sich in große Gefahr, wenn man zu einem Anwalt geht und sich identifizieren muss.
Unnotarisierte Dokumente werden in den allermeisten Fällen überhaupt nicht akzeptiert. Wenn man sich zum Beispiel schriftlich verteidigen möchte, aber Gefahr läuft, verhaftet zu werden, oder kein Geld für einen Notar hat und das Dokument unnotariell einreicht, wird es einfach ignoriert. Man wird dadurch schuldig gesprochen, auch wenn man offensichtlich unschuldig ist.
Jetzt stell Dir mal vor, der Angeklagte hat kein Geld die ganzen Dokumente zu notariseren!