Am Samstag, den 7. Oktober 2017 fand bereits zum 18. Mal österreichweit und in Teilen des benachbarten Auslandes die Lange Nacht der Museen statt. Rund 670 Museen, Galerien und Kulturinstitutionen präsentierten in der Zeit zwischen 18:00 und 1:00 Uhr früh ihre Sammlungen und Ausstellungen. Hier findet ihr zum Nachlesen meinen Bericht über die Ankündigung dieser Veranstaltung.
Auch und ich mischten uns unter die 170.000 kulturinteressierten Nachtschwärmer in Wien. Geplant war der Besuch von drei oder vier Museen. Geworden sind es schlussendlich nur zwei.
Um ca. 18:30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Kunsthistorischen Museum am Burgring im Zentrum Wiens. Im Rahmen meiner Serie VieAnnaCalling habe ich über das Museum bereits in Teil 1 - Eine Außenansicht und Teil 2 - Der Raub der Saliera berichtet.
(Die Qualität der Fotos lässt aufgrund der gegebenen Lichtverhältnisse und Umstände leider zu wünschen übrig, aber es soll hier weniger um schöne Fotos gehen als vielmehr darum, eine Stimmung zu vermitteln.)
Wie man sieht, hält sich der Ansturm der Massen vor dem Museum noch in Grenzen. Im Inneren des Museums war schon mehr los, aber wir konnten noch in Ruhe die prachtvolle Eingangshalle bewundern.
Eher im Schnelldurchlauf ging es durch einige Säle der Gemäldegalerie, in denen Meisterwerke aus dem 15. bis 18. Jahrhundert ausgestellt sind. Um diesen Gemälden die gebührende Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen, braucht es Ruhe und Muße.
Was uns an diesem Abend mehr interessierte, war die angekündigte Schauwerkstatt der Plattform Wiener Kunsthandwerk. Hier haben wir viel Zeit mit Schauen, Staunen und Gesprächen mit den KunsthandwerkerInnen verbracht, die ihr großes handwerkliches Können zur Schau stellten. Einige Impressionen aus dem Bassano-Saal:
Inzwischen schon leicht ermüdet, ruhten wir uns im Cafe bei angenehm jazziger Live-Musik ein wenig aus, bevor es über den Maria-Theresien-Platz in das gegenüberliegende Naturhistorische Museum ging.
Erst einmal in das Museum zu gelangen war ob des riesigen Andranges schon eine kleine Herausforderung. Laut ORF (Österreichischer Rundfunk), dem Initiator der Langen Nacht der Museen, war auch in diesem Jahr das Naturhistorische Museum mit knapp 13.900 BesucherInnen österreichweit der Spitzenreiter in der Hitparade der meist besuchten Museen.
Im Folgenden noch einige Eindrücke von unserem Streifzug durch die faszinierende Welt der Natur.
Ursprünglich hatten wir noch einen Abstecher in die Albertina geplant, aber angesichts der fortgeschrittenen Stunde und der Müdigkeit, die sich ausbreitete, machten wir uns, voll von neuen Eindrücken, gegen Mitternacht auf den Heimweg.
Unser Fazit: öfter wieder einmal ein Museum besuchen, aber nicht unbedingt an diesem einen Tag im Jahr.