Schaut man sich den Kryptomarkt der letzten Wochen an, dann scheint so als ob der Kurs nur eine Richtung kennen würde und zwar Richtung Süd-Osten oder bestenfalls Süd-Südosten. Schaut man sich den Kurs von Bitcoin, dem Leitwolf der Kryptowährungen an, dann scheint das Ende nah.
[Bitcoin-Kurs der letzten Tage]
Schaut man sich allerdings den Kurs von Bitcoin der letzten 365 Tage an, dann sieht das ganze dann doch etwas anderes aus:
[Bitcoin: Februar 2017 bis Februar 2018
Aber auch der Steem-Kurs von Beginn an zeigt, das es mal hoch und auch mal runter gehen kann:
[Steem-Kurs von Beginn an bis heute]
Nicht dass wir uns missverstehen: ich bin kein Jubelperser, der hier versucht sich die Situation schön zu reden. Ich versuche nur das Ganze in die richtige Relation zu setzen, damit man nicht eine Entscheidung trifft, die von der Angst geleitet wird. Denn solche Entscheidungen sind selten gut.
Es wird nicht um sonst auch immer auf die Risiken auf dem Kryptomarkt hingewiesen. Es wird auch immer darauf hingewiesen, dass man nur mit dem Geld rein gehen soll, was man zu Not auch entbehren kann.
Wie bin ich vorgegangen?
Ich selber bin nur mit dem Geld rein gegangen, welches ich mal als die "Familien-Kaffeekasse" bezeichnet habe. Als Familien-Vater kann ich es mir auch nicht anderes leisten. Als Reserve muss bei uns immer die Summe da sein, dass man kleinere Auto-Reparaturen, neue Waschmaschine oder Kühlschrank bezahlen kann. An diese Reserve bin ich nicht ran gegangen, sondern lediglich an die kleinere Summe, die über das hinaus ging.
Darüber hinaus habe ich zeitlich versetzt in mehreren kleineren Summen investiert um so besser Kursschwankungen abzufangen. Wer es sich nicht mehr leisten kann, der kann auch ruhig alle 3-4 Wochen 20-40 Euro investieren. Und noch mal: nur dass was man auch wirklich entbehren kann.
Wenn der Markt dann auf Hochtouren läuft, dann sollte man schauen, wenn man dadurch ruhiger schlafen kann, dass man Teile der Investitionssumme herausnimmt und zwar auch diesmal in kleineren Tranchen, um wieder die Kursschwankungen etwas auszugleichen. So habe ich das im Dezember gemacht.
Was mir auch geholfen hat ist, dass ich wie hier schon beschrieben meinen Nachrichten-Konsum deutlich reduziert habe. Das bringt nicht nur mehr Zeit sondern man ist auch weniger ängstlich.
Etwas was auch hier hilft, aber in vielen anderen Lebenslagen nützlich sein kann, ist der Stoizismus, mit dem ich mich seit einiger Zeit beschäftige. Es gibt Dinge auf die man keinen Einfluss hat und auf diese sollte man eben keine Zeit verschwenden um sich um so mehr auf die Dinge zu konzentrieren, die man beeinflussen kann.
Und zum Schluss gibt es ein YouTube-Video von Julian Hosp mit dem Titel "Krypto Markt crasht - Was jetzt tun?":
Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche.