Fast jeder Mensch hat schon einmal mit Pornographie zutun gehabt. Für viele gehört sie zum Alltag.
Grundsätzlich ist die in ihr gezeigte Sexualität etwas sehr Ansprechendes und Pornographie demnach als Befriedigung der körperlichen Triebe geeignet.
Doch wie sooft birgt auch sie diverse Risiken. Kommt es zur Abhängigkeit, kann die reale Sexualität gestört werden und eine unerreichbare Erwartungshaltung an den Sexualpartner entstehen. Durchschnittliche Menschen sind mit ihren "unperfekten" Körpern und von den Darstellern abweichenden Maßen allein gelassen und können im schlimmsten Fall Minderwertigkeitskomplexe ausprägen.
Außerdem können Pornos gerade bei Jugendlichen für große Verwirrung sorgen, da diese früher als je zuvor explizite Inhalte konsumieren können, die ihnen Spaß bereiten, aber auch einen großen Druck verbunden mit Versagensängsten bescheren können. Die Jugendlichen haben im schlimmsten Fall echten Leben keine Erfahrungen, aber "alles schon gesehen".
Nicht selten haben suchtgefährdete Pornographie-Konsumenten Schwierigkeiten ihr eigenes Liebesleben erfüllend zu gestalten. Eventuelle negative Erfahrungen können eine Ausflucht in die digitale Sexualität zur Folge haben.
Unter diesen Umständen wird ein schadhafter Einfluss deutlich.
Außerdem sorgt die leichte Verfügbarkeit von Befriedigung dafür, dass vielen Menschen der Kontakt zu Sexualpartnern als sekundär erscheint. Darunter leidet auch die emotionale Situation der Menschen, da Wärme, Kommunikation und auch sexuelle Aktivität für die geistige Gesundheit notwendig sein können.
Die genannten Risiken gelten zwar nicht für die Mehrheit der Menschen, dennoch wird von Verhaltensforschern ein Trend in Richtung gestörter Beziehungs- und Sexualitätswahrnehmung attestiert.
Wie so oft bleibt also die Empfehlung zum gemäßigten und kontrollierten Konsum, der vollkommen ausreichend ist, um das eigene Sexualleben zu bereichern und Freude zu bereiten.