Nahe zu jeder aus der Generation Internet und viele ältere Semester haben Erfahrungen mit Videospielen. Ob es der Pacman-Automat, WOW oder Fortnite ist, fast jeder verbindet eine Geschichte mit dem in Volksmund "zocken" genannten Zeitvertreib.
Doch neben der Förderung von Konzentration und Fingerfertigkeit birgt diese Aktivität auch Risiken. Schenkt man RTL und diversen Dokumentationen Glauben stinken Gamer, verlieren die Kontrolle über ihr Leben und haben keine Sozialkontakte.
Diese Pauschalaussage ist ebenso falsch wie anmaßend. Doch exzessiver Konsum kann Realitätsflucht mit sich führen, da es dem Spieler von Seiten der Entwickler sehr leicht gemacht wird Geld und Zeit ohne Kontrolle zu investieren, was im Extremfall einige der Klischees erfüllen kann.
Dennoch liegt die Gefahr für den Hobbygamer viel mehr im "mal eben ein Spiel machen" und doch Stunden zu verlieren. Wenn man sich nicht bewusst macht wie viel man spielen möchte und das auch einhält kann es schnell zu viel werden, was die Zeitfenster für Termine, Lernen und soziale Interaktion schmälert.
Gaming hat durch die zwangsläufige Beschäftigung auch Vorteile bezüglich der IT-Kentnisse und weiteren Softskills wie konzentriertem Arbeiten am PC. Diese kann aber auch zu Schäden in Körperhaltung und Sehvermögen hervorrufen. Jedoch gilt zu sagen, dass diese Erscheinungen nicht bei geringer Nutzung auftreten.
Grundsätzlich obliegt es jedem selbst ob und wie viel Zeit er in Gaming investieren möchte. Problematisch wird es, wenn junge Menschen, denen die kritische Reflexion über das eigene Handeln vielleicht noch nicht möglich ist, keinen gezielten und gemäßigten Zugang zu dieser Art des Zeitvertreibs bekommen und direkt in extreme Nutzungsmuster verfallen.
Leider kann Videospielen wie viele weitere Dinge zur Sucht führen und gilt in dieser extremen Form als Bedrohung für das jeweilige Individuum und damit auch für die gesunde Gesellschaft.