Hallöchen alle miteinander, heute teile ich mit euch eine kleine Kurzgeschichte, die ich vor einiger Zeit verfasst habe. Dazu gibts ein Bild von mir, das ich mit Photoshop bearbeitet habe. Ich hoffe die Geschichte und das Bild gefallen euch.
Sie hatte eine Art zu reden, die einem ganz unbekümmert in die Seele stach. Dabei zugleich ein so engelhaft liebliches Gesichtlein, dass es nicht zu ihren depressiven Gedankengängen passen wollte. Ihre Worte gingen tief, sie kitzelten an den wunden Stellen seiner dunkelsten Stunden. Die Melodie ihrer Stimme umtanzte ihn sacht, als sie ihn beschwor sich endlich des Wertes des Lebens bewusst zu werden. Zumeist blickte sie beim Sprechen auf einen unbestimmten Punkt im Raum, nicht einmal in die Richtung der Person mit der sie sprach, doch in diesem Moment war er bemüht ihrem Blick standzuhalten.
Sie hatte eine Frage gestellt: „Woran glaubst du?“ Hm, woran er glaubte… „die Liebe“-gute Antwort. Sie lächelte nicht. „Nein, irgendwie sagt mir das Konzept von Liebe nicht zu, allein schon dieses „für-immer-und-ewig-Gequatsche und wenn man’s versucht, man, da geht doch immer alles schief, wie langweilig ist es doch dieses „nur-ich-und-du“…“ Merkwürdig, wie ihr Gesichtsausdruck und ganze Körpersprache ihren Stimmungswechsel wiederspiegelten, ihre erste konzentrierte Miene war einem lockeren Lächeln im Mundwinkel gewichen und sie lehnte sich entspannt in die Kissen und zog am Joint.
„Es ist schön jemandem nahe zu sein…“ „Ja gut, Sex macht Spaß, aber so richtig nahe kommen können wir einer Person doch gar nicht, ich mein so echt, so, dass wir aus der eisigen Einsamkeit in unseren Gedanken entfliehen könnten.“ „Aber wäre es nicht auch gruselig, wenn jemand anderes in deinen Gedanken rumgeistert?“ Sie lachte amüsiert und beschrieb ihm das Bild, dass ihr zu diesem Ausspruch in den Kopf gestiegen war. Das tat sie oft und wenn man sich die Sachen vorstellte waren sie meistens auch witzig. Zumindest wenn man stoned war...