Wohl! bin ich fuer die Sache, das die Bedingungen auch in der Bezahlung in den Arbeitsstaetten verbessert und erhoeht werden.
Aber ich kann mir einfach nicht ausmalen, wie das Logisch funktionieren soll, Menschen mit Behinderung Vollstaendig nach Mindestlohn zu bezahlen.
Ich selbst, bin da nicht weit weg, gebe aber auch keine Vollbezahlung zur Geltung, sondern schlicht ein Mittelding, welches ich erreichen moechte, das sozusagen auf meine Nase geschnitten ist.
Die Arbeitsbedingungen in den Staetten zu Verbessern, den wirklich niedrigen Lohn natuerlich auch anzuheben, beziehungsweise einfach die Steuergrenzen aufzuweiten, ja gerne, aber nicht auf das Maß des Lohnes der Normalarbeitenden Bevoelkerung einfordern. Das ist einfach utopisch, selbst wenn es durchkommt.
Hier wird es eine politische Entscheidung bleiben muessen.
Die Einstiegshuerden fuer die Anerkennungen und Bedarfe kann man auch mal durcharbeiten, wuerde ich zig andere Themen in der Sache wichtiger Finden, als eine fuer mich schlicht Hardcore Forderung, Mindestlohn fuer Menschen mit Behinderung in den Werkzstaetten zu wollen.
Das in den Werkstaetten profitable Gearbeitet wird und sich bestimmt das ein oder andere Schwarze Schaf auf Kosten der Schwaecheren die Taschen vollmacht, ist garkeine Frage, sicherlich eine Problematik an sich, im Fall der Fairness.
Aber das haben wir auf dem normalem Arbeitsmarkt mit WEIT weniger Aufsicht und Ueberwachungsmoeglichkeiten viel Haerter auch zu sehen!!! Auch da kann ich mitreden.
Ausbeutung ist keine Option. Weder fuer Normale Menschen noch fuer Menschen mit Behinderungen.
Es geht im Arbeiten in einer Werkstatt, eben auch nicht nur um das Arbeiten selbst, denn es wird ja auch schwerwiegend Betreut und das ist oft auch eine Entlastung, fuer zum Beispiel Angehoerige, ein paar Stunden in der Woche ein selbst, weniger Belastetes Leben zu fuehren!!!
Sowas vergisst man Leicht, all die Menschen drum herum, um den Beduerftigen! Die brauchen auch mal Pause vor dem Mehraufwand!!! Aber ja, das ist nicht in allen Faellen so, dennoch, in den meisten wuedere ich dreißt behaupten, haben die meisten Menschen mit Behinderung andere Menschen um sich herum, wie alle anderen auch.
Das sind also schon ganz Gute Standarts und auch Konzepte und da stimme ich auch den Fordernden zu, muss man deswegen ja nicht damit aufhoeren, sie noch Besser zu machen.
Nur einen Mindestlohn, der heute ja auch noch ziemlich Hoch geworden ist, zu Fordern, halte ich nicht fuer angemessen Bezaehlbar und sogar Gefaehrlich, weil entsprechende Dienstleistungen und Versorgung eben der Menschen mit Behinderungen massiv darunter leiden duerften.
Vielleicht irre ich mich hier auch mit meiner Meinung. Hoehere Freibetraege, um die Motivation zu steigern und auch Anerkennung zu zollen, wo sie eben erbracht wird, sind wensentlich guenstigere Wege an Schrauben zu drehen, die nicht so heftig viel Bewegen und Halten, wie ein Mindestlohn plus Mehrbelastung.
Salve
Sascha Pürner
Wie immer, hafte ich fuer meine Worte. :-)