In den malerischen Bergen nördlich des Vulkans Ëtna auf Sizilien gibt es mehrere verlassene Dörfer.
Ab 1950 wurden im Rahmen einer Agrarreform diese Dörfer erbaut. Es wurden insgesamt 164 Wohnhäuser und zusätzlich noch öffentliche Gebäude in 7 verschiedenen Dörfern errichtet. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp eine Milliarde Lira.
Es sollten mittellose Bauern mit Ihren Familien kommen und die Berglandschaft bewirtschaften. Doch nur wenige Bauern akzeptierten das Angebot. Das Land war nicht für Ackerwirtschaft geeignet, nur Viehzucht war möglich. Es gab keinen Strom und fließendes Wasser.
Die Häuser waren für die klimatischen Bedingungen ungeeignet, im Sommer zu warm, im Winter zu kalt und bei starkem Regen wurden Sie überflutet. Schon 1960 waren nur noch 15 Häuser bewohnt. Nach und nach wurden alle Häuser aufgegeben.
Mittlerweile sind die Dörfer seit vielen Jahren verlassen. Sie zeigen den Verfall und Vergänglichkeit, aber vor allem die Problematik von planwirtschaftlichen Entscheidungen zentralistischer Strukturen.
Die Aufnahmen sind aus dem Januar 2019.