Ich wurde neulich wieder erinnert: an das Bildnis des Affen, der in unserer Oberstube wie in einer kleinen Einzimmerwohnung haust. Wohnraum ist heute - scheinbar - knapp. So weigert sich mein Affe dann auch, sich einen anderen Hauptwohnsitz zu suchen. Hinzu kommt: er hat es sich gemütlich gemacht.
Das Bildnis stammt von einem weisen Mönch - zumindest trichtert mir das gerade mein Affe ein. Wahrscheinlich war es nur ein kluger Mensch. Als dieser Mensch diese Idee hatte, konnte sich noch jeder eine normale Wohnmiete leisten. Unsere Affen müssen früher großzügiger gewohnt haben.
Mein Affe plappert drauf los wie meine Schwester (Still luv u sis!) beim Familientreffen. Schlimmer noch: durch die günstigen Resonanzattribute meines Schädels als Hohlkörper ist der ohnehin schon kurze Weg zum Gehör schnell überbrückt. Mein Affe ist nicht blöd und weis darum. Das Ergebnis ist eine laute Dauerbeschallung.
Dieser Mönch oder Mensch empfiehlt, den Affen einfach plappern zu lassen. Manche Menschen scheinen das gut zu beherrschen und bewegen dabei ganz unbewusst die Lippen mit. Sogar Laute sond dabei. Ich habe meinem Affen neulich dann auch zugehört. Was vernahm ich von ihm: dass er auf einem Salamander sitzend durch die Einzimmerwohnung reite...
Da sage einer, Zuhören sei schwierig. Was hört Ihr so?