Das Geschäft mit unserem Trinkwasser
Sowohl bei uns in Europa als auch in den USA ist sauberes Wasser für viele von uns etwas ganz Selbst-verständliches. In der Küche ans Waschbecken gehen, ein Glas unter den Wasserhahn halten und zuse-hen, wie kristallklares Trinkwasser ins Glas läuft. Das ist ein Luxus, den man gar nicht mehr bewusst wahrnimmt. Mit Selbstverständlichkeit gehen wir heute davon aus, dass Botulismus und Bleivergiftung für uns keine Themen mehr sind.
Von den Aufbereitungsanlagen bis ins Wasserglas ist es ein langer Weg. (Quelle: Pixabay)Diesen Luxus zu ermöglichen, ist jedoch keineswegs eine triviale Angelegenheit. In unseren kommuna-len Wassersystemen steckt die Arbeit aus hunderten von Jahren Innovation und Forschung. Kaum ein Unternehmen weiß das so gut wie das 1886 gegründete American Water Works aus Camden, New Jer-sey. Mit seinen zahlreichen Tochtergesellschaften beliefert das Unternehmen über 15 Millionen Kunden in 46 Staaten der USA und beschäftigt über 7000 Mitarbeitende. Auch in Kanada ist American Water Works tätig.
American Water Works hat in diesem Jahr in den USA Millionen von Dollar in die Modernisierung beste-hender Wasseraufbereitungsanlagen und -leitungen investiert. Das Unternehmen erwarb einige kleinere Wasseraufbereitungsanlagen und Verteilernetze in mehreren Städten. Das Geschäft mit Trinkwasser ist kapitalintensiv, und American Water Works wird weiterhin Millionen in die Wartung, Instandhaltung und Modernisierung sowie in den Erwerb von Wasserversorgungsnetzwerke investieren müssen.
Die Reparatur und Modernisierung der Wasserinfrastruktur ist ein Megatrend.
Ohne Provokation kann man sagen, dass American Water Works jeden Monat Millionen von Dollar für Reparaturprojekte ausgibt, weil ein Großteil der Wasserinfrastruktur der USA alt und reparaturbedürftig ist. Als die ältesten und am stärksten bebauten Regionen der USA sind vor allem der Nordosten und der obere Mittlere Westen des Landes betroffen. Bei genauerem Hinsehen kann man schnell sehen, dass die Reparatur der Wasserinfrastruktur in den USA über viele Jahrzehnte als Megatrend anhalten wird.
Im Jahr 2014 geriet die Stadt Flint im oberen Mittleren Westen, nördlich von Detroit, in eine ernstzu-nehmende Gesundheitskrise, die auf die städtische Wasserversorgung zurückgeführt wurde. Als Tau-sende von Bürgern über streng riechendes Wasser klagten, stellte sich heraus, dass das Verteilungssys-tem noch immer Bleileitungen enthielt.
Die Stadt hatte das dadurch verunreinigte Wasser nicht angemessen behandelt und Zehntausende von Menschen waren durch das Trinkwasser mit Blei in Kontakt gekommen. Da sich eine Bleivergiftung erst Jahre später als Demenz- oder Alzheimererkrankung manifestiert, sind die langfristigen Folgen der Krise noch immer unbekannt.
Die US-Regierung gesteht ein, dass Flint in der Tat nicht die einzige US-Großstadt ist, deren Bürgern eine ähnliche Katastrophe droht. Präsident Biden hat im Rahmen seines kürzlich vorgeschlagenen Infrastruk-turgesetzes Milliarden von Dollar für die Modernisierung amerikanischer Wasserverteilungssysteme und Abwasseraufbereitungsanlagen veranschlagt. Hier sehen wir einen weiteren Beweis dafür, dass Ameri-can Water Works ein integraler Bestandteil eines lukrativen und langfristigen Megatrends ist, der auch den Aktienwert des Unternehmens weiter steigen lassen wird.
American Water Works Wkn: A0NJ38
Ein stetiger Aufwärtstrend!
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Von mir erfasst!
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