Dieses Jahr habe ich das erste Mal am #dach-wichteln19 teilgenommen und es gerade kurz vor knapp geschafft mein Paket auf den Weg zu bringen. Deshalb wunderte es mich auch nicht, dass ein bisschen darauf warten musste. Bei mir sah es genauso aus, ich wartete auch. Irgendwann nach dem Weihnachtstrubel las ich, dass gar nicht (ausschließlich) mein spätes Verschicken
um ihr weihnachtliches Wichtelgeschenk gebracht hatte, sondern die Post. Und in diesem Moment kam mir der Gedanke, dass es auch bei mir vielleicht Probleme gegeben haben könnte….
Daran, dass ich diesen post im neuen Jahr schreibe merkt ihr, ja… da ging was schief. Und nach dieser langen Einleitung, erstmal ein herzliches Dankeschön an für das nun endlich angekommene Wichtel-Geschenk und auch dafür, dass ich mich an Jungs Theorie der Synchronizität erinnere.
Ich bin mir sicher, Jung ging es in seiner Theorie nicht um Pakete und vermutlich reichen auch Wichtel nicht aus, um als besondere Ereignisse zu gelten, aber beides passte gerade so schön zusammen (huch... ob das auch ein Zeichen der Synchronizität ist). Ehrlicherweise habe ich mich seit sehr vielen Jahren nicht mehr mit den Werken von C.G. Jung beschäftigt, aber ein paar Schlagworte sind bei mir noch haften geblieben. Eines davon Synchronizität: die Theorie, dass Ereignisse zusammenhängen ohne das ihre Zusammengehörigkeit kausal begründet wäre. Beide Ereignisse haben ihre eigenen logischen Entwicklungen, die jedoch nicht miteinander verbunden sind. Beide Ereignisse finden zeitgleich (synchron) statt. Ein beliebtes Beispiel für dieses im Alltagsverständnis recht häufig vorkommende Phänomen ist, ich träume von etwas z.B. einem neuen Job und gleichzeitig oder kurz danach nimmt eine Freundin Selbigen an. Bevor ihr jetzt kritische Fragen stellen könnt übertrage ich das Ganze jetzt mal auf das #dach-wichteln19 und ihr werdet sehen, einfachste Prozesse (wie Nachbarn, die das Paket an der falschen Stelle abgeben oder Menschen die es einfach aufmachen) bekommen gleich eine ganz andere Bedeutung.
What really happened
Damit das Wichtelpaket auch wirklich ankommt habe ich es in das Bildungswerk bestellt, in dem ich seit kurzen ehrenamtlich im Vorstand arbeite (drückt die Daumen, dass ich mich gut schlage). Dieses Bildungswerk beschäftigt sich nicht nur mit der Unterstützung Geflüchteter und benachteiligter Menschen z.B. auf Grund von Alter, Armut oder Krankheit, sondern auch mit Antirassismus und Inklusion – und das alles mit möglichst ressourcenschonenden Verwaltungs- und Arbeitstechniken, denn die hier zu schützenden Ressourcen sind Menschen und ihre begrenzte Arbeitskraft. Aus diesem Grund sind agiles arbeiten, Homeoffice, Webinare und digitale Beratung ein großes Thema.
Ungefähr vor einem halben Jahr wurden eine größere Liste an Büchern zusammengestellt, die in Bezug auf diese Themen für die kleine Bibliothek angeschafft werden sollten (Leser, die das zweite Bild angeschaut haben ahnen was kommt :-D) unter diesen auch „Einfach anders arbeiten“ von Detlev Artelt. Was mit der Bücherliste passierte, weiß ich nicht, aber erstaunlicherweise stand „Einfach anders arbeiten“ kurz nach Weihnachten in der Bibliothek. Hallo Synchronizität :-DDD Wenn ich euch jetzt noch erzähle, das ich vor zwei Tagen beim Wandern auf den Wichtelweg gestoßen bin….
Also lieber , herzlichen Dank für dein wunderbares Wichtelgeschenk, das so passend war, dass ich es der Bibliothek wieder entreißen musste, in der es sich bis vorgestern versteckt hatte. Leider habe ich das Buch ohne Verpackung bekommen und weiß deshalb nicht, ob du noch etwas geschrieben hattest. Dank deiner Widmung konnte ich es aber zuordnen und werde es jetzt für die kommenden organisatorischen Veränderungen nutzen.
Danke auch an für die Organisation und an Jung für die Inspiration :-D
PS: Wer mehr über das Bild erfahren möchte, muss noch ein bisschen warten, denn ich habe es für meine neue Ausstellung im Februar gemalt (die Vernisage wird am 8.2.20 im Atelierhaus Gruppe 11 stattfinden) ... oder ihr googelt einfach... ich sag nur griechische Götter und natürlich Jung :-D