Ich habe mal wieder Lust auf einen #BeerSaturday. Und ich muß Euch eh noch ein Bier vom letzten Einkauf im Getränkemarkt in der Kreisstadt vorstellen: das Hallertauer Zuagroast Pale Ale.
An dieser Stelle muß ich eine kleine Lektion in Oberbayrisch einschieben.. Zuagroast nennt man hier eine Person, die zugezogen ist. Dieser "Titel" bleibt einem mindestens 10 Jahre erhalten und so lange kann es dann auch dauern, bis man im Dorf integriert ist. Oder so ähnlich. Jedenfalls legt gerade die ältere Generation schon noch Wert auf den Unterschied zwischen den Eingeborenen und den Zugezogenen. Letztere werden so lange in bayrischer Mundart und Lebensweise unterrichtet, wie es jemand für nötig hält. Mit dem Fremdheitsgefühl muß man selber klarkommen.
Zurück zum Bier: es kommt aus Wolnzach an der Ilm, das mitten in der Hallertau, einem der größten Hopfenanbaugebiete Deutschlands, liegt, von der Urban Chestnut Brewing Co. Deutschland GmbH. Es ist das dritte von drei Standardbieren, die in dieser Brauerei gebraut werden; die anderen sind ein Lager mit dem Namen Hopfenperle und ein Helles mit dem Namen Zwickel, der an einen anderen Teil der bayrisch-fränkischen Brautradition erinnert. Daneben gibt es noch ein vier saisonale Biere und - wie es sich für eine oberbayrische Brauerei gehört - ein eigenes Festbier, dessen Rezeptur jedes Jahr ein bißchen variiert.
Innere Werte hat das Bier natürlich auch: die Hopfensorten Hallertauer Hüll Melon, Mandarina und Cascade sowie die Malzsorten Pale Ale, Münchener und Karamell. Als Farbe wird Bernstein angegeben; ich hätte eher gesagt: dunkles Bernstein. Auf jeden Fall eine schöne Farbe, die sich sehen lassen kann. Der Alkoholgehalt wird mit 5,7 Volumenprozent angegeben.
Und nun lasse ich die Bilder sprechen.
Erstmal ein Foto von der Flasche mit meiner Blume. Man sieht ein bißchen, daß beide von dem Licht der untergehenden Sonne angestrahlt werden.
Eingeschenkt und noch mal mit dem letzten Sonnenlicht fotografiert.
Nach dem ersten Schluck wird klar: das ist mein Bier. Süffig und lecker. Ich hab noch nie ein Pale Ale getrunken. Was für eine Schande ...
Das rückwärtige Etikett ...
Nun aber schnell in die Küche und ein Abendessen zusammenbauen. Eine Basis brauche ich zum Trinken schon.
Herausgekommen sind Pfannengröstl mit Gnocchi und Kohlrabi und Lyoner und Ei ... Simpel und gut. :-)
Hier noch die letzten Reste vom Sonnenuntergang für Euch ...
Fazit: ein rundum schönes Bier, das auch noch anziehend riecht und das ich gern wieder kaufe. Der Name paßt auch. Die Flasche ist leider wieder mal für mich allein zu groß. Vielleicht mache ich gleich noch mal Gebrauch von meiner Pfanne und dem Rest der Lyoner, damit ich weitertrinken kann ... ;)