Wie es anfing ...
Manchmal kann das Leben schon hart sein; hart und ungerecht. Nicht das es mich getroffen hätte, aber den fleissigen Pedro, aus der Umgebung von Barcelona, ein lieber Mensch und guter langjähriger Freund, ihn traf das Schicksal. Er verlor durch die Finanzkrise 2010 seinen Job, musste sich mit Arbeitslosengeld und Gelegenheitsjobs über Wasser halten, und schlussendlich musste er mit Anfang 40 zu seinem Vater ziehen. Dank eines Freundes fand er schlussendlich einen Job als Briefträger bei der Post, wobei die ihn alle 6 Monate wieder entliess, damit keine Sozialleistungen geltend gemacht werden können. Und so vergingen wieder einige Jahre.
Seine Passion und Liebe galt aber schon immer der Natur, und hier vor allem den Bienen. Und nachdem er über mehrere Jahre zu 6 monatlichem Zwangsurlaub verdonnert wurde, widmete er sich wieder dieser Leidenschaft. Es waren 15 Bienenstöcke die er Ende 2016 betreute und sein Eigen nannte. Und die müden Augen leuchteten, wenn er von seinen Bienen sprach.
So kam es, dass wir uns wieder einmal trafen und über seine Situation sprachen. Inzwischen hatte ich Spanien verlassen und lebte seit fast 5 Jahren in der Schweiz. Im Gespräch fragte ich ihn immer wieder, wie er sich denn seine Zukunft vorstelle. Dies konnte er mir nicht beantworten. Denn so naturverbunden und fleissig er war, ihm fehlten Organisationstalent, Planung und vor allem Geld. So schlug ich ihm vor zusammen sein Hobby zu seinem neuen Beruf zu machen. Zu versuchen die Leidenschaft und Energie die ihn auszeichnen zielgerichtet auf das zu fokussieren, das ihn schon immer glücklich gemacht hat ... auf die Bienen.
Und so begann alles ...