Gefühle sind deine einzige Möglichkeit, zu zeigen, wie es dir geht. Die Verbreitung dessen, dass Gefühle etwa etwas Schlechtes wären oder fragwürdig, weil man seine Außenwirkung nicht vollkommen beherrscht, ist in meinen Augen ein Irrtum. Von jemand Zornigem weißt du sofort, dass ihn etwas erregt und wenn du willst, kannst du abwarten, bis der Zorn vergeht und fragen, was es eigentlich ist, was ihn gefühlsmäßig so aufbringt.
Zeigst du keine Gefühle, machst du es deinem Gegenüber damit schwer, dich überhaupt einzuschätzen und einen Zugang zu dir zu finden, bei dem er dir vertraut und ihr euch authentisch verständigen könnt.
Im Moment ist für mich der Punkt erreicht, wo es tatsächlich sehr kontraproduktiv ist, die Leute mit Gefühl (also Zorn, Traurigkeit, Humor, Freude) nicht anzuhören.
Dabei ist die wissenschaftliche Diskussion und Argumentier-Gewohnheit im Weg, weil sie Menschen unterlegen macht oder ihnen das Gefühl gibt, sie wären es, obwohl sie keine Wissenschaftler sind. Was die meisten dieses Landes eben einfach auch nicht sind.
Davon abgesehen: Dass Außenvorlassen von Gefühlen, damit Ergebnisse nicht beeinflusst werden, ist seit langer Zeit - auch wieder wissenschaftlich - belegt. Aber brauchst du wirklich eine Wissenschaft, um das zu erkennen?
Ich hab mich vor etwa zwei Jahren mal gefühlte zwei Stunden mit Dana Edwards (auf Steemit) unterhalten und erst danach rausbekommen, dass er/sie (?)sich für eine bestimmte Haltung entschieden hat aus Angst, vor der großen Gruppe isoliert zu sein. Also als Außenseiter zu gelten.
So etwas ist derzeit absolut auch denkbar und ich gehe davon aus, dass viele Menschen im Land allein schon deshalb alles richtig finden, was von oben vorgegeben wird, weil es unsicher scheint, bis gefährlich, etwas anderes zu sagen oder zu denken.
Räumst du die Möglichkeit ein, dieses könnte so sein?
RE: Misinformation, Misconceptions, and Covid-19