Als Patriarchatskritikerin muss ich leider sagen, dass sich das ganze Unternehmen mit den Bitcoins und auch den übrigen Kryptowährungen wie Alchemie anhört. Dahinter steckt der blinde Glaube an die Maschine als die bessere Natur. Darüber, dass dafür Natur geopfert werden muss (wie z.B. der Stromverbrauch beim Mining), spricht kaum jemand:
"Die alchemistische Idee der Verbesserung lässt ja immer weg, was an Zerstörung dabei notwendig war. Sie tut so als hätte man sich schon von der Natur befreit, bloß, weil man jetzt eine Maschine hat." (Claudia von Werlhof)
Ich glaube nicht, dass uns Bitcoins oder irgendeine andere Währung eine bessere Gesellschaft zaubern. Die Kooperation schafft den Mehrwert, nicht die Alchemie mit Währungen und Zahlen.
Wer sich für Kryptowährungen interessiert, weil sie das staatliche Geldmonopol und damit das staatliche Herrschaftssystem generell aufbrechen, sollte sich auch unbedingt damit beschäftigen, wie eine solche "staatenlose Welt" oder meinetwegen ein "staatenloses Land" aufbaut und aufbauen könnte. Dafür muss man sich auch mit der Geschichte befassen. Die Bauernkriege, die es in Deutschland im Mittelalter gab, waren genau so ein Versuch, das Aufkommen eines zentralisierten Staates zu vermeiden. Das waren Menschen, die zum Teil noch nicht patriarchal gedacht haben. Wollen die Kryptofans oder die Libertären in diese Welt zurück? Ich fürchte nicht. Meine Befürchtung ist, dass sie die Natur nur noch weiter zerstören möchten.
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