Erkläre mal einem Bauer um 1900 herum, daß es jetzt Fuhrwerke gibt, die ohne Pferde, Ochsen oder Esel fahren. Der steigt ebenso aus, wie heute jemand, dem man versucht zu erklären, daß BitCoin niemandem gehört. Das geht nicht in den Kopf, weil alles irgendwem gehören muß.
Zurück zum Auto im Jahre 1900: Niemandem wäre es gelungen, die kritische Masse davon zu überzeugen, daß das Auto die Zukunft ist. Jeder, der gegenteiliger Ansicht war, hatte alle Argumente auf seiner Seite, nämlich daß das nur ein Spielzeug für Reiche sei, daß es das Verkehrsaufkommen nicht bewältigen könne (Skalierung), daß es keine Mechaniker, keine Straßen, keine Nachfrage - ja nicht einmal Tankstellen gäbe. Was will man da noch sagen? Nichts. Wer nicht mit der Zeit geht, vergeht mit der Zeit.
Mit BitCoin ist eine neue Ära angebrochen, und es wird eine massive Verschiebung von Macht und Reichtum stattfinden. Das Internet hat schon so manche Pyramidenstruktur eingeebnet, wie etwa die Post, dann die Telekommunikation, den Einzelhandel usw.
Nun kommt die Blockchain und läutet die zweite Runde ein. Diesmal sind die Banken dran. Die werden sich natürlich bis zum Schluß wehren, und es wird häßlich werden. Dagegen anzukämpfen halte ich für Gefährlich und unnötig. Die besten Revolutionen sind nicht die, die das Establishment gewaltsam hinwegfegen, sondern die, die ein besseres Modell bieten und das Establishment überflüssig machen.
Sich davon abwenden, statt dagegen anzukämpfen scheint mir in diesem Fall geboten. Sollen die doch ihr Fiatgeld behalten, wenn es sie glücklich macht. Es wird irgendwann keiner mehr nutzen, und dann ist es tot.
RE: Woher kommt die Angst und Ablehnung gegenüber Kryptowährungen