Quelle: https://pixabay.com/de/rind-büffel-bison-wisent-kühe-2201232/
Gestern ging der Wisent wieder durch die Nachrichten. Nachdem im letzten Herbst ein Wisent erschossen wurde, welcher von Polen nach Deutschland eingewandert ist, hatten Tierschützer Strafanzeige gegen den Lebuser Ordungsamtsleiter erhoben, da dieser die Genehmigung für den Abschuss erteilt hatte. Jetzt hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft angekündigt, die Ermittlungen einzustellen. Der WWF prüft bereits weitere rechtliche Schritte.
Der Wisent kam aus Polen, wo im Nationalpark Bialowieza die größte Wisent Herde Europas ihre Heimat hat. Wildlebende Wisente gibt es in Deutschland bereits seit Ende der 20er Jahre nicht mehr. Damals wurden die letzten wildlebende Wisente auf der ganzen Welt ausgerottet. Die aktuelle Population von über 4 000 wilden Wisenten entstammen 54 Wisenten, welche in Gefangenschaft überlebt haben.
Heutzutage sind wilde Wisente wieder in acht Ländern zu Hause und bilden circa 40 verschiedene Herden. Dies ist zahlreichen Wiederansiedlungsprojekten seit den 1950er Jahren zu verdanken. Auch in Deutschland gibt es ein Auswilderungsprogramm im Rothaargebirge in NRW. 2013 wurden dort acht Tiere ausgesetzt, welche bereits zu einer Herde von 17 Tieren angewachsen ist. Elf dieser Tiere sind auch in der Wildnis geboren worden.
Wie sich der Fall des erschossenen Wisents in Brandenburg weiterentwickelt ist abzuwarten. Generell gilt jedoch, dass für Wisents eine ganzjährige Schutzzeit besteht.
Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wisente-wo-in-deutschland-wildrinder-leben-koennten-a-1180158.html
https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/wo-in-deutschland-wisente-leben-koennten/
http://www.wisent-welt.de/der-wisent/die-merkmale/
https://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1662549/
https://www.wwf.de/2018/juni/es-war-einmal-ein-wisent/
https://nrw.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/jagd/jagdbare-arten/weitere-saeugetiere/20148.html