China: Das BIP hat sich seit 30 Jahren verzwanzigfacht und betrug 2013 fast 5000 Milliarden US-$, wodurch China inzwischen die zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA ist.
Im gleichen Zeitraum stiegen die chinesischen CO2-Emissionen – hier in Millionen Tonnen angegeben – stark an. Der Zusammenhang mit dem Wirtschaftswachstum tritt klar zutage. Im Vergleich zu den Emissionen der USA wird in China seit 2007 mehr Kohlendioxid ausgestoßen. China hat inzwischen den höchsten CO2-Ausstoß der Welt. Das Wirtschaftswachstum führt zu steigendem Energiebedarf und zu mehr Umweltverschmutzung, aber diese hängt ab von den verwendeten Energieträgern.
Die Wirtschaftsgroßmacht China hat seit Jahrzehnten atemberaubende Wachstumsraten aufzuweisen. Dadurch konnten zwar große Teile der Bevölkerung der Armut entkommen, aber die wirtschaftliche Entwicklung des Landes hatte auch katastrophale Folgen für die Umwelt.
Hier einmal eine Karte aus dem Jahr 2016:
In den sozialen Netzwerken sind immer mehr Chinesen über deren Umweltzustände besorgt. Einige Ideen wurden auch bereits in China umgesetzt.
Fabriken: Dreckige Fabriken wurden stillgelegt. Besonders in Großstädten sieht man überhaupt keine Fabriken mehr. Die Großunternehmen ziehen langsam um, nach z.B. Vietnam, Bangladesh oder Indien.
Wasser: Große Kläranlagen wurden installiert. Das Resultat war erstaunlich. In wenigen Jahren waren zumindest mit bloßen Augen alle Schmutzgewässer mehr zu sehen. (Natürlich immer noch keine Fische. Ob noch irgendwelche Giftstoffe im Wasser ist unklar.)
Grünanlagen: Vor 10 Jahren war Shanghai rein in Beton-Farben. Heute egal wo man hinschaut, überall grün. In China versucht sogar die besten idyllischen Städten 1:1 zu kopieren. In Peking kämpft man jeden Tag mit Sandstürmen, denn zwar ist China riesig, aber das meiste Land ist reine Wüste. Zurzeit werden laut Nachrichten mehr als 200Mio€ Forschungsgelder jährlich in Bekämpfung von Wüstenbildung gesteckt. (Meistens wird esmit dem Geld Bäume gepflanzt.)
Auto: Inzwischen kostet eine KFZ-Zulassung in Shanghai mehr als 10000€ (Euro). Selbst bei der Summe ist man nur einer in einer seeehr langen Warteliste und der glückliche wird ausgelost. Die Zulassung für Elektro-Autos ist kostenlos wird darüberhinaus bezuschusst. Auch die sogenannten E-Bikes sieht man in China überall und kosten gerade mal Ein-Drittel wie hier in Deutschland.
Die einzige Sorge bleibt die Stromerzeugung. Im Moment setzt China immer noch auf Steinkohle. In langer Sicht setzt die chinesische Regierung auf Atomkraftwerk. Investiert wird zwar viel in Kernfusionsreaktor oder erneubarer Energie, aber bei so einem großen Verbrauch sehe ich noch kein Licht am Ende des Tunnels.
Hier noch ein paar Bilder aus China um sich ein besseres Bild vom dichten Smog zu machen.
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