Ich mag Steemit. Und ich mag Schreiben und Bilder - auch die, die man mit Wörtern baut. Meistens verstricke ich meine Bilder mit Musik, aber heute lege ich hier für den #de-poertyslam von mal einen Text ohne seinen Geräuschmantel in den Schnee. Schnee macht alles weicher und leiser, als würde man die Welt mit Käse überbacken. Manchmal treffen wir Menschen, die unsere Welt sofort mit Käse überbacken. Weißt du? Unsere Wege halten sich an den Händen, bis sie loslassen müssen, weil die Kälte steif macht und meine Manteltasche zu klein für unseren Knoten aus Hände ist. Wir lassen los, aber unsere Welten waren plötzlich eine und die schmeckte besser unter einer Schicht von glitzerndem Schneekäse. WIR WAREN WARM,
Und versuch', mich zu erinnern
Setz' mich und auf den Grundstein
Mit der Aufschrift "Nicht verschlimmern"
Nur eine falsche Linke Masche,
hab' sie fallen lassen, mich verloren
Hab' mich verstrickt zwischen den Zeilen,
Weil neue Muster nicht schön schimmern.
Warum ich wieder hier bin
weiß ich beim besten Willen nicht,
aber immer, wenn ich hinguck'
Sitzt du im richtigen Licht.
Will weg, will mich wütend warnen, wegzugucken, weiterzulaufen,
wenn wir Wahrheit werden wollen
Wachsen soll'n wir würden wagen, wünsche Klarheit, werfen Wärme,
wohn'n in Wolken, wägen Wege, wenden Welten, weil wir woll'n.
Du wetterst, ich warne, werde wehrlos, Wolken welken
Worte werden Wunden, tief in Wälder wandern uns're Wunder,
Du wetterst, ich wachse, will weinend wünschend wiederfinden,
was wir waren.
Wir waren warm, wir werden Winter.
Links blinkt, ich nehm' die rechte Tür,
die kenn' ich, passt zum Sofa.
Weiß nicht, ob ich mich spür
Stell' mich in' Regen, aber bin aus Zucker.
Bin blau, du nie komplementär,
bin in Ordnung durcheinander,
ich sag' dir: "so, so sehr"
reißen uns zusammen auseinander.
Warum ich wieder hier bin?
Das weiß ich beim besten Willen nicht,
aber immer, wenn ich hinguck'
Sitzt du im richtigen Licht.