Gegen die reine Vererbung von Intelligenz sprechen einige Faktoren, die gut zu beobachten sind. Beispielsweise der Flynn-Effekt. Der durchschnittliche IQ unter etlichen Populationen ist in den letzten 100 Jahren erheblich gestiegen. Teilweise um bis zu 25 IQ-Punkte. Und die IQ Werte steigen immernoch, außer in den meisten europäischen Ländern, wo sie stagnieren. Vor allem in Drittweltländern steigen sie jedoch. Dies wird auf eine Anzahl von Faktoren zurückgeführt. Bessere Versorgung mit Nahrungsmitteln (dadurch weniger Entwicklungsstörungen bei Kindern), besserer Zugang zu Bildung, eine immer komplexer werdende Welt. Auch andere, ganz banale Faktoren haben Einfluss auf den Intelligenzquotienten. In vielen Drittweltländern werden Bleirohre in der Wasserversorgung verbaut oder Blei wird in einer Vielzahl von Anwendungen verwendet. Wir wissen heute, dass diese zu Entwicklungsschäden in den Hirnen von Kindern führen, weil Blei nunmal giftig ist. Eine Studie aus dem Jahr 2001 hat herausgefunden, dass dauerhafte Bleibelastung bei Kindern, den IQ um 5-7 Punkte senkt. Im nigerianischen Bundesstaat Zamfara stellte man fest, dass 90% der Kinder unter fünf Jahren eine Bleivergiftung hatten. Auch Sichelzellenanämie oder Verwandtenheirat sind Faktoren, die den IQ signifikant beeinflussen. Sichelzellenänamie, eine Erbkrankheit die Millionen von Afrikanern betrifft führt dazu, das eines von drei Kindern unter fünf Jahren einen IQ von unter 75 hat, weil die Hirnfuktionen beeinträchtigt werden. Es gibt eine andere Studie, die herausgefunden hat, dass Kinder jamaikanischer Herkunft, die mit Weißen in GB aufgezogen wurden, überhaupt keine IQ Unterschiede zu weißen Kindern aufwiesen. Das IQ zum Teil vererbt wird, ist nicht zu bestreiten, aber es gibt äußere Faktoren, die eine Variabilität von bis zu 25 IQ-Punkten verursachen können. Das haben wir bereits beobachtet und wissenschaftlich nachgewiesen. Es ist also höchst unwahrscheinlich, dass es signifikante Unterschiede zwischen den Populationen gibt, die genetisch bedingt sind. Denn die Gene haben sich nicht geändert. Aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten US-Amerikaner einen IQ von etwa 80. Heute liegt er im Schnitt bei 98. Wie gesagt, diese Veränderung ist nicht durch einen veränderten Gen-Pool entstanden.
Quellen:
https://robertlindsay.wordpress.com/2011/01/19/black-iq-gains-in-britain-kenya-and-dominica/
http://www-personal.umich.edu/~nisbett/racegen.pdf
https://ieet.org/index.php/IEET2/more/pellissier20120307
RE: Gibt es ein Gen für Intelligenz?