Karibikflair in Bocas del Toro
Nach meinen regnerischen Tagen in Boquete mache ich mich auf den Weg zur Inselstadt Bocas del Toro – den „Mäulern des Stieres“ von Panama. Nach ca. 4 Stunden mit einem direkten Shuttlebus (30 $) komme ich auf der Hauptinsel Colón an.
Doch nun erstmal ein paar Worte zum Hintergrund, der Entstehung und den Eigenheiten von Bocas del Toro.
Bocas del Toro wurde 1502 von Christoph Kolumbus erkundet, jedoch erst 1834 als eigenständige Provinz gegründet. Bocas del Toro hat ca. 7500 Einwohner und besteht aus sechs größeren Inseln. Aufgrund seines Karibikflairs und seiner Nähe zur Grenze Costa Ricas ist der Inselverbund eines der beliebtesten Touristenziele Panamas. Im Vergleich zu den San Blas Inseln sind die Inseln aufgrund der intensiven Vegetation deutlich bewaldeter und besitzt mehrere Nationalparks.
Bei meiner Ankunft ist das Wetter zwar immer noch wechselhaft, jedoch wird schnell klar, dass die meisten Aktivitäten aufgrund des warmen Klimas (ca. 28 bis 32°C) auch bei Regenschauern durchgeführt werden können (, da der Regen zumeist tropisch-warm ist).
Meerestier-Beobachtungstour
Schon auf dem Weg zum Hostel bieten mir zahlreiche Touranbieter auf der Hauptstraße verschiedenste Aktivitäten an. Ich entscheide mich für eine Meerestier-Beobachtungstour für 30 $. Zunächst geht es per Boot zur Delfinbeobachtung in der Dolphin-Bay.
Und tatsächlich trauen sich im an der Küste einer Nebeninsel immer wieder Delphine an die Wasseroberfläche.
Nach 20 Minuten setzen wir unsere Fahrt fort zum Schnorcheln in einem Korallenriff.
Anschließend geht es weiter zur Isla de Perezosos, der Faultierinsel. (Okay, Faultiere sind keine Wassertiere – standen aber dennoch auf dem Programm.)
Den schönsten Teil der Tour stellt der Halt auf der schönsten Insels des Archipels dar (Insel Zapatilla), auf der wir für 2 Stunden abgesetzt werden. Hier können wir uns im Wasser abkühlen, schnorcheln oder einfach im Sand chillen.
Nach einer Stärkung in einem Inselrestaurant geht es noch zum Seesternstrand. Gegen Ende des Nachmittags werden mit vielen Fotos in der Tasche, äh auf der SD-Karte, wieder auf unserer Hauptinsel abgesetzt.
Boca del Drago und Playa Estrella
Da ich am nächsten Tag etwas Geld sparen will, plane ich zusammen mit meinem französischen Zimmerbewohner eine Tour zum Playa Estrella. Zunächst bringt uns einer der vielen Kleinbusse aus dem Zentrum nach Boca del Drago (2,50 $). Die 40-minütige Fahrt geht auf einer schmalen, kurvigen Straße quer durch das Naturreservat. In Boca del Drago angekommen, führt ein versteckter Weg an Strand entlang zum Playa Estrella.
Mit ihren bis 30 cm großen Durchmessern sind die Seesterne hier deutlich größer als bei der Tagestour des vergangenen Tages.
Nach einem kühlen Bier in einer der zahlreichen Bars am Playa Estrella geht es wieder zurück nach Bocas del Toro.
Radtour zum Playa Bluff
Am nächsten Morgen schüttet es wie aus Eimern. Als der Regen nachlässt, lasse ich mich jedoch von zwei anderen Backpackern zu einer Radtour zum Playa Bluff überreden. Wir mieten uns ein Fahrrad im örtlichen Fahrradverleih für 5 $.
Nach 40 Minuten durch teilweise große Schlammpfützen erreichen wir den Playa Bluff. Der Strand besteht aus feinem, gelben Sand. Die sehr nah am Strand brechenden Wellen sind allerdings zum Schwimmen eher ungeeignet. Der Strand wird zumeist nur von wagemütigen Surfern besucht.
Wir machen Bekanntschaft mit ein paar Krabben, die sich beim Nähern allerdings blitzschnell verkriechen. Wenn man allerdings sein Smartphone im Videomodus in der Nähe eines der Löcher aufstellt (und es am besten dabei nicht von einer der Wellen fluten lässt), hat man auch von diesen scheuen Krabbeltieren eine Aufnahme.
Außerdem zeichnet sich der Strand durch eine weitere Besonderheit aus:
Der Playa Bluff ist eine der bekanntesten Eiablagestätten von Schildkröten. Die „Schlüpf-Saison“ ist von Mai bis September. Und auch in dieser Saison muss man schon etwas Glück haben, das ca. 1,5-stündige Schildkrötenschlüpf-Fest in einer der Nächte zu beobachten. Dafür waren wir leider noch etwas zu früh dran … aber vielleicht kommt das noch. :)
Auf dem Rückweg machen wir kurz Halt am Istmito Beach, wo wir noch eine Runde während eines warmen Regens schwimmen gehen. Der wieder einsetzende Regen trübt dabei keineswegs unsere Laune im ca. 25°C-warmen Wasser.
Next Steps
Man hätte noch eine mehrere Wochen in Bocas del Toro verbringen können, um Surf- und Tauchkurse oder Ausflüge wie beispielsweise zum Redfrog Beach zu machen. Da ich allerdings etwas im Zeitverzug bin, werde ich mich schon in den nächsten Tagen auf den Sprung nach Costa Rica vorbereiten.
Oh, und fast hätte ich vergessen: Von Bocas del Toro aus werden übrigens auch die Ciquita-Bananen verschifft! ;)
Links zu meinen bisherigen Posts:
Backpacking in Zentralamerika #3 | Boquete (Panama)
Backpacking in Zentralamerika #2 | Panama City
Backpacking in Zentralamerika #1 | San Blas Inseln (Panama)
Für Fragen, Anregungen und Kritik ... einfach ab in die Kommentare damit! See you later folks ... :)