Berechnungs-Sheet: https://drive.google.com/file/d/1vKCiNSqXENmB8a_mIDoWQQuDtumYw6NV/view?usp=sharing
Alternatives SVG zum auf den Weg nehmen (Kann man mit dem tollen, kostenlosen Inkscape bearbeiten): https://drive.google.com/file/d/17TPLuSEhciNp2stBlAV_Ne2boqiYk4rP/view?usp=sharing
! [Beispiel Google Maps]
Letztes Wochnende war ein erster Testlauf und es hat gut geklappt! Die Kreide kommt gut raus, auch auf sehr rauen Untergründen. Es sollte trocken sein und eine Weile bleiben, damit es sich lohnt. Es ist nicht verboten, da die Kreide beim nächsten Regen weggespült wird. An überdachten Stellen sollte man die Farbe aber wieder selbst mit Wasser entfernen, damit kein Unmut entsteht. Nicht jeder erkennt Sinn und Zweck.
Damit die größeren Planeten - die kleinen, inneren sind sowieso nur ein Punkt - sich glaubhaft abheben, braucht man mindestens 1 km für alle Planeten. Die Sonne ist dann 30 cm groß, Jupiter 3 cm. Auf dem Bild habe ich 1700 m auf Google maps abgemessen. In der Tabelle trägt man lediglich den Platz und die Gesamtlänge ein und alles andere wird berechnet. Je größer man plant, umso mehr muss man im äußeren Sonnensystem Pfeile einzeichnen, wenn der Weg nicht ganz gerade ist. Bei mir sind zum Beispiel Uranus und Neptun 600 m entfernt.
Wem das zu weit ist, kann auch nur das innere Sonnensystem zeichnen. In der Tabelle kann man den bei Gesamt (km) die Gesamtdistanz zum letzten Planeten eintragen, den man zeichnen will. Die Sonne kann dann aber sehr groß werden. Bei 1000 m Platz für Sonne bis Saturn (1.433.500.000 (Dist (km)), ist die Sonne knapp einen Meter groß.
Man verbraucht auch recht viel Kreide. Die kleinste Packung hat bei mir gerade so für alles gereicht. Am besten fängt man, wenn man keine Übung mit Kreide auf Asphalt hat, beim letzten Objekt an. Dort schreibt man den Namen, den echten und maßstabsgetreuen Durchmesser hin. Dann kommt jeweils ein Text für das Objekt links und rechts, quasi wie beim Ortsein-/Ausgangsschild. Die inneren Planeten sind bei mir zum Teil kleiner, als man einen Punkt mit Kreide malen kann. Dann macht man eben einen kleinstmöglichen Punkt, den man noch gut sieht, und einen Pfeil daneben, der auf ihn zeigt. Bei der Erde habe ich noch daneben geschrieben: "Hier leben alle Menschen", um zu unterstreichen, dass wir ein Sandkorn inmitten des Nichts sind.
Bei Google maps erstellt man eine Route für Fußgänger, setzt Anfangs- und Endpunkt auf Sonne und Merkur und fügt dann immer weiter einen Zielpunkt mit der absoluten Entfernung (Dist (m)) hinzu, bis man beim letzten Punkt ist. Idealerweise kennt man seine Stadt und kann die Punkte in echt zuordnen. Natürlich kann man auch sein Handy verwenden. Man kann nicht immer präzise sein, sondern muss sich an die Gegebenheiten anpassen: Es sollten Flecken sein, auf denen viele Leute vorbeikommen, aber nicht unbedingt drüber laufen, da es sonst schnell verschwindet. Der ideale Zeitpunkt wäre Freitagabend oder Samstagmorgen, bevor die meisten Leute unterwegs sind.
Mich hat die Idee, kommend von Carl Sagans "Pale Blue Dot", enorm begeistert. Ich glaube viele ahnen nicht einmal, wie klein wir sind und wie groß die Dimensionen im unendlichen Raum. Niemand wird kommen und wir sollten besser auf unsere Erde aufpassen, denn es gibt nichts vergleichbares in der Nähe.