Seit der jüngsten Hardfork eiert der Steem, für alle sichtbar, verkehrt vor sich hin. So berichten Steemians, dass Blöcke beim Speichern einfach verschwinden, dass Überweisungen von Coins nicht im Empfängerwallet ankommen und Memos beliebig nachfolgenden Blöcken zugewiesen werden, die mit dem vorhergehenden Transfer gar nichts zu tun haben. Ob diese Anomalien nur die Spitze des Eisberges sind, oder ob wir hier schon das komplette Übel sehen, wage ich nicht zu beurteilen. Ein Problem zeigt sich jedenfalls permanent bei allen Transfers und so müssen wir uns auch nicht wundern, dass Poloniex seit heute zwar ohne warnendes Banner arbeitet und sogar wieder STEEM– und SBD–Transfers gestattet, aber unsere vermissten Transfers sind bisher nur in Einzelfällen wieder aufgetaucht. Im folgenden Bildschirmfoto zeige ich konkret, was sichtbar für uns alle verkehrt läuft.
Wie ihr deutlich erkennen könnt, werden Informationen von längst abgearbeiteten Datensätzen fälschlich von zwei darauf folgenden Transaktionen erneut übernommen. Das geschieht, wie jeder im Wallet nachvollziehen kann, nach Transfers in erschreckender Regelmäßigkeit, immer zwei Mal hintereinander. Genau da dürften die Fachleute auch die Ursache für unsere verschwundenen Überweisungen suchen und mit hoher Wahrscheinlichkeit trägt auch Poloniex keine Verantwortung an den verbosselten Coins, sondern Steemit. Insofern nehme ich auch alles zurück, was ich je über Poloniex geschimpft habe und frage mich, ob es in der Steemit Inc. vielleicht an einschlägiger Kompetenz fehlt, um eine Blockchain fehlerferei zu betreiben.
Der Steem tut jedenfalls lauter Dinge, die eine Blockchain auf keinen Fall tun darf. Insofern sehe ich Gefahr für den gesamten Steem zumal es vom Betreiber her bislang nicht ein einziges Wort zum Thema gegeben hat. Was seit der letzten Hardfork passiert, geht uns alle an. Falls man bei der Steemit Inc. darauf wartet, dass sich die Fehler von alleine reparieren, dürfen wir uns langsam von unseren verloren gegangenen Assets verabschieden. Man redet einfach nicht über das Problem und freut sich, dass statt dessen Poloniex verdächtigt wird und hält die Steemians einfach weiterhin im Ungewissen. Ich werte diese Nichtinformationspolitik als fatalen Fehler und wir dürfen uns mittlerweile wahrscheinlich schon darüber freuen, dass der STEEM an den Börsen nicht schon längst ins Bodenlose gefallen ist. Es können halt nur Insider sehen, wie schlimm unsere Blockchain eiert. Es wird sich aber sicher schon bald herum gesprochen haben, dass die Steemit Inc. ihre eigene Blockchain ohne Dan Larimer nicht in den Griff bekommt.
An dieser Stelle nichts zu sagen, ist ein ganz grober Schnitzer mit dem man unnötig viel Vertrauen verspielt.
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