Ich bin der Gewohnheitsblogger, der kürzlich geschrieben hat nicht mehr über den Steem oder Steemit schreiben zu wollen.
See Me!
Die bekanntesten Blogger bloggen über den Steem. Vielleicht sind sie berufen. Der heutige Top 2–Witness befragt z.B. in seiner Serie, Interview a Steem Stakeholder (akt. Ausg.), Investoren, sogenannte Wale, zu ihrem Engagement auf der Blockchain. Das ist Material, das bei jedem Blogger zündet. Zum Beispiel antwortet aktuell der Investor
auf die Frage,
„Was würden Sie sagen, weist Investoren ab oder entmutigt auf andere Weise Investitionen in die Steem-Blockkette und die STEEM-Token?“
„Die Teamführung ist schwach. Ideen sind schwach. Der Steemit-Einsatz ist zu groß. Teamleiter missbrauchen ihr Steem. Teamleitung kann interne Konflikte nicht richtig bewältigen. Mangel an vielversprechenden Ideen. Fehlende Nutzung der Benutzerbasis und der vorhandenen Token-Versorgung. Missmanagement der bestehenden Token-Versorgung. Schlechte PR. Schlecht durchdachte und unadressierte Posting-Belohnungs-Pool-Exploits. Siehe oben, warum Investoren wenig Hoffnung auf Fortschritte in zentralen Wirtschaftsfragen sehen. Soll ich weitermachen?“
Feel Me!
Klar soll er weitermachen! DeepL ließe das Interview für jeden Interessierten zum Heimspiel werden, wenn da nicht dieses „unadressierte Posting-Belohnungs-Pool-Exploits“ wäre. Exploits – Heldentaten, Ausbeutungen, Ausbeute, sagt DeepL. Aha. Den Posting-Belohnungs-Pool kennen wir. Der tröpfelt nur noch, wegen des Kurses, sowie Votehandel - und wucher.
Die „ Fehlende Nutzung der Benutzerbasis“ bleibt ein Rätsel. Da mangelt es mir am Praxisbezug zum persönlichen Steem–Koordinatensystem und so einfach die Begriffe klingen mögen, so rätselhaft sind sie auch. Meint er tatsächlich, dass wir Blogger nicht genügend ausgenutzt werden? Das passiert, wenn ich „Benutzerbasis“ auf mich beziehe und so müsste an dem Punkt, streng nach dem neuen, deutschen @Chriddi, Butter bei die Fische. Timcliff müsste eigentlich fragen, wie der Investor das meint. Die nächste Frage macht das Versäumte aber wett und hält den Investor gesprächig.
„Was würden Sie sagen, zieht Investoren an oder fördert auf andere Weise die Investition in die Steem-Blockkette und die STEEM-Tokens?“
Schnell, fühlbar, zensurresistent. Keine dieser Eigenschaften wird vom Team adäquat genutzt. Sie verstehen es nicht einmal. Ich habe es versucht. Es ist, wie ein Gespräch mit einem Felsen.
Touch Me!
Das ist elaborierter Investorencode über Sachen, die ich höchstens anders verstehe, doch die Resignation ist spürbar. Schnell, fühlbar, zensurresistent? Zensurresistent ist oft genug mindestens fragwürdig und bei peer–to–peer sollte es selbstverständlich zensurfrei sein. Schnell? Das wird sich noch zeigen, kommen ab 2019 massenweise Verlags–SMT . Sie werden die Leistungsfähigkeit der Steem–Blockchain heraus fordern. Das Technische kann ich nicht beurteilen.
Heal Me!
Wohl aber das Fühlbare. Lege ich persönliche Koordinaten an die Aussage, ist der Steem ohne Zweifel fühlbar. Die „social“–Komponente zwischen Bloggern und Kuratoren besorgt das sehr effektiv. Das hat aber, bei der noch immer auf dem Steem federführenden Steemit Inc., zu keiner spürbaren Reaktion geführt. Im Gegenteil, die Firma wurde nach Dan's Abgang schwach. Der Kurator findet im neuen Steem–Whitepaper kaum Erwähnung, geschweige denn findet seine Definition noch statt. Begleitend ist auf der Benutzeroberfläche die Anzeige verschwunden, wie oft ein Artikel geöffnet wurde. Adäquat wäre gewesen eine Lösung zu finden, die annähernd wahrscheinlich anzeigt, wie oft ein Artikel gelesen wurde und das Botwesen im poolpolitisch zentralen Votegang einzudämmen. Das war der Bruch, der Sündenfall.
Ein einfaches Captcha–Rätsel würde dem Botspuk ein Ende setzen und Kuratoren ihre zentral regulierende Rolle im Votegang zurück geben. Wobei nicht vergessen werden darf, dass es nützliche Votingbots gibt, wie z.B. einen Stellvertreterbot für den Urlaub vom Steem. Dafür könnten Regelungen leicht gefunden werden. Die zentrale Rolle des Kuratoren (Leser) war im ursprünglichen Whitepaper noch selbstverständliche Instanz im Prozess der Verteilung von Rewards. Zumindest auf dem Papier. Allein, es fehlte der Willen, das auch konsequent umzusetzen. Der Markt soll die Rewards regeln.
Bleiben wir optimistisch, sind selbst Investoren doch nur Nutzer der Blockchain die nicht vergessen dürfen, dass eine Menge Arbeit im Steem steckt und dabei auch Prioritäten gesetzt werden müssen. Daher ist für Kritik so viel Anlass, wie für Lob und Anerkennung.
„Teamleiter missbrauchen ihr Steem.“
Ich gehe davon aus, dass er STEEM damit meint, also die Währung. Was soll man dazu sagen? Er ist Investor, kein Blogger. Liest er noch mindestens 10 Artikel pro Tag? Dabei hat die Steemit Inc. übrigens Gutes getan. Sie war kuratorenfreundlich. Wir mussten früher 40 Artikel pro Tag voten um die 20 Prozent Votepower zu verbraten. Das war schon eine Zumutung. Etwa so schlimm, wie den Kuratorenjob den Votingbots zu überlassen.
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Crash Test Dummies on Steem
In eigener Sache
Dieser Artikel wird mehrfach überarbeitet und kann seit Hardfork 19.10 jederzeit verändert werden.
Mein letztes Posting hat null Kommentare gebracht. Abgesehen von drei Bot–Kommentaren. Ist das noch Zufall?
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