Es liegt an dieser Stille. Kein Gedanken will hängen bleiben, alles verwirft sich von ganz alleine. Ich kann nichts festhalten. Das ist eine ganz neue Erfahrung. Gedanken kommen und gehen. Sie bannen mich nicht mehr.
Keiner davon nimmt mich mit. Das Denken zieht dahin, wie Wolken am Firmament und lässt mich einfach stehen. Ich sehe die Sterne und wie der Mond auch schon wieder voller wird. Eigentlich bin ich zufrieden. Alles funktioniert. Ganz, ohne mein Zutun. Was dazu gesagt werden kann, wurde gesprochen. Was dazu geschrieben werden kann, wurde geschrieben. Wozu noch darüber denken? Über all das, was schon gedacht wurde.
Gekippt
Das mit dieser Ruhe geht jetzt schon eine ganze Weile so. Die Initialzündung dafür war wohl, dass ich meinen Tag–Nacht Rythmus gekippt habe. Ich gehe neuerdings mit den Hühnern schlafen. Siehst Du? Schon wieder diese Stille! Wozu das weiter denken? Das Denken von Gedanken interessiert mich nicht mehr. Wenn auch der innere Gaukler mir immer neue Brocken hinwirft. Schlimmstenfalls, wenn ich doch mal kurz involviert bin, genügt die Frage: Muss ich das jetzt verfolgen? Dann herrscht wieder Ruhe. Ich stehe auch mit den Hühnern wieder auf. Dann liegt da Arbeit herum, wo ich mich Nachts immer amüsiert habe. Arbeit nehme ich Nachts nicht wahr. Am Tag läuft das ganz anders. Jetzt sehe ich die Stapel wieder.
Stockfisch
Erwartungen wurden geweckt. Einst, als ich noch sehr viele Gedanken dachte. Mit so einer Frage, was an der Ordnung der Tiere auf dem Steem falsch sei, habe ich z.B. nicht nur beschäftigt. Die hat jetzt sogar auf Tschechisch angefragt, was es denn nun mit dem Stockfisch und der Ordnung auf sich hat. Aber ich will lieber weiter, in aller Ruhe, den leeren Blasen beim Blubbern zugucken. In mir herrscht diese ungewöhnliche Ruhe. Die kann das stärkste Gewitter nicht stören. Der Beweis wurde erbracht, denn der Tümpel ist von Elkes Macht derart bewegt worden, dass selbst seine sonst so spiegelglatte Oberfläche, drastische Muster der Erschütterung gezeigt hat. Was das für ein Gewitter war, ist kaum in der Intensität zu schildern, wie es tatsächlich über mich herein gebrochen ist. So etwas unversehrt zu überstehen, ist ein Kunststück. Eines, das einzig die totale, innere Ruhe vollbringen kann.
Die Froschküche
Die Küche sah nach Elkes Schicht noch schlimmer aus, als es sich davor schon stapelte. Enkel und Tochter hatten sie am Nachmittag heftig genutzt. Jeder hat Gründe, nichts wegzuräumen. Die Froschfrau hat sofort gesehen, was alles während der Arbeit hinzu gekommen ist und so gab es zu Schichtende das gesalzenste Donnerwetter aller Zeiten. Dabei haben sich Wochen der Reibung entladen und es war für bestimmt eine halbe Stunde lang sehr laut am Teich. Ohne dass ich Elke dabei zu Gesicht bekommen hätte, wohlbemerkt. Rein akustische Gewalt. Durch mich war in der Küche gar kein Geschirr hinzu gekommen. Mein Zeug stapelte sich am Arbeitsplatz, denn Ich verbrachte den Tag bei außerordentlich kniffligen Aufgaben am PC. Ganz kurz nur konnte ich überhaupt Futter fassen und war selbst dann noch bei der Sache. Natürlich habe ich die Küche gesehen. Ich war ja nicht blind, musste aber Prioritäten setzen. Nach denen aber fragte sie nicht einmal! zu den Prioritäten gehörte ganz besonders, sich nicht mit den Kindern anzulegen, wer denn nun die Küche richtet. Keine Zeit. Zusammen mit einem Zehnjährigen und einer prämenstruellen Diva führt so etwas erfahrungsgemäß zu nichts.
Strafgericht
Ich wurde nicht etwa befragt, warum die Küche so aussieht. Es interessierte auch nicht, was ich den ganzen Tag getan hatte. Einzig das Chaos genügte dem gerechtesten Strafgericht aller Zeiten, alle Register des Hochverrates zu ziehen, zusammen mit den schmerzlichsten Nadelstichen, die unsere Sprache hergibt. Warum die Küche so aussah, dazu wurde schließlich die Tochter inquisitorisch festgenagelt. Was für ein Witz! Sie wurde von der Lautstärke des Strafgerichtes herbei gerufen, um zu zeugen von unverzeihlichem Frevel. All das sollte ich angerichtet haben. Wobei das Kind natürlich ausschließlich irrelevante Kausalitäten bemühte, was unser rasendes Echo mit tückischem Hohn in den Raum hinaus posaunte nur, um es mir gehörig um die Ohren zu hauen. Wie auch jegliche Missetat meinerseits, zu der ich an diesem Tag nicht einmal Zeit gehabt hätte, überhaupt daran zu denken.
Ich saß still am Schreibtisch, mit Hingabe in der Redaktionskonferenz vom SteemWiki verhaftet und hatte ansonsten auf Durchzug geschaltet. Wobei eine Schaltung gar nicht notwendig war. Standardmodus ist Durchzug. Warum die Küche so darnieder lag, wie sie wahrlich nicht jeden Tag aussieht, tat gar nichts zur Sache. Schließlich hörte ich noch einmal alle Vergehen von vorne. Besonders verächtlich würde rezitiert, was ich alles nicht getan habe, um beinahe genüsslich zu dem zu kommen, was ich tun müsste und schließlich dem, was ganz sicher niemals getan werden wird. Hätte ich mir irgendwas davon zu Herzen genommen, es wäre mir gebrochen.
Server Error
Mund halten und durch! Mehr war dazu nicht möglich. Folgendes war zuvor passiert. Die Joomla Seite eines Kunden wollte ich archivieren. So um die 10K Datensätze mussten verschoben werden. Mit einer bekannt wackeligen Installation. Einer, die mir seit Jahren bei jeder langwierigen Übertragung mit einem „Server Error“ abschmiert. Wenn ich Glück hatte, war der Job dann getan. Meistens hatte ich Glück. Das war so eine Macke, mit der man leben konnte. solange man nicht gerade Zehntausend Datensätze archivieren will. Deshalb habe ich das Übel endlich an der Wurzel gepackt. Konfigurieren in allen Registern war angesagt und ich tobte durch das CMS, wie ein wilder Watz. Bis das Archivieren schließlich auch mit 500 Datensätzen klappte. Der Job hat mich, in aller Ruhe, den ganzen Nachmittag gekostet. Alle Daten waren fein weggeputzt, der Server optimiert. Sogar die neue Joomlaversion ist drauf. Was zwar noch immer mit abschließendem Server Error quittiert wurde, aber das ist nur noch reine Serverrhetorik. Alle Jobs waren brav getan. Glaubte ich.
Error
Beim Essen eines hastigen Reisgerichtes, schmierte mir die Domain des Kunden plötzlich ins Nirwana ab. Daran war ich nicht ganz unschuldig. Zuvor hatte ich gesehen, dass der Cache voll läuft. Da habe ich ihn eben geleert und probeweise auf ein anderes Cacheverfahren umgestellt. Letzteres hätte ich nicht tun dürfen. Schlagartig gab es eine weiße Seite. Die einzige Meldung war: Error. Beim Administrator–Login passierte das Gleiche. Der Server war einfach nicht mehr vorhanden, tot und platt. Das geschah mitten in der Freitanachmittags Ausgabe der Zeitung. Normalerweise hätte mir das Blut in den Adern gefrieren müssen. Das ist ein Vorfall, prädestiniert für Panikattacken. Ich hatte nicht einmal Angst. Kein Reflex im Solar Plexus, nichts ist in mir geschehen. Da war nur diese neue Ruhe. Glaube es, oder nicht!
Heureka!
Ich probierte alle Tricks, die man ohne Front– oder Backendzugang noch drauf haben kann. Wenn du vermutest, dass es da nicht mehr viele Möglichkeiten gibt, liegst du vollkommen richtig. Ich war mit meinem Latein am Ende und Google auch. Suche mal nach Joomla und Error! Mitten in der größten Leere hatte ich dann einen Geistesblitz. Wenn der nicht gekommen wäre, säße ich noch heute vor dem Rätsel. Per Ferneingriff wurde die Konfiguration auf Debug–Konsole umgestellt und siehe da, der Server hat sich beim Starten der Konsole sofort gemeldet. Was danach geschehen ist, war geradezu phänomenal. Zuerst ging kein einziger Link. Die Hauptseite war zwar vorhanden, doch jeder Link endete in „Access Deny“. Kein Zugriff. Weiße Seite. Doch zehn Minuten später lief alles, wie am Schnürchen. Ohne mein Zutun. Die Domain hatte sich verschluckt, wurde mit der Konsole wach geküsst und danach hat sie sich einfach von selbst reguliert. Mein Adminzugang war gerettet und der Rest nur noch ein Klacks. Sogar der Cache hatte sich wieder auf den Ursprung eingestellt. Alles wegen eines zufälligen Geistesblitzes.
Seltsam
Ehrlich gesagt, war ich dabei sogar ungewöhnlich ruhig. Es war wie Watte zwischen der Wirklichkeit und mir. So sehr, dass ich mich noch immer über mich selbst wundern muss. Klar, da war die weiße Seite mit dem Error. Gefahr! Alle haben das sehen können, es war Freitagnachmittag, eine Zeit mit höchstem Traffic. Ich blieb trotzdem vollkommen unaufgeregt, habe dabei einfach nur Schwein gehabt und über dem ganzen Geschehen lag eine seltsame, überirdische Ruhe. Da liegt sie immer noch und Elke? Ich wollte mich am nächsten Tag in aller Vernunft erklären. Das machte überhaupt keinen Sinn, so habe ich das gelassen. Seitdem ist alles in bester Ordnung. Frag' mich bloß nicht, warum. So ist das immer. Die Frau explodiert und eine Stunde später ist alles, wie gehabt. Da ist es mir egal, ob ich Recht habe, oder nicht.
Titelbild: Frog cooking in the Kitchen, von Alexas_Fotos, gehostet auf Pixabay.
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Crash Test Dummies on Steem
🗳 Order of the animals on Steem
Wo ist der Fehler?
Die Antwort: Nichts ist falsch
Mit der Ordnung der Tiere auf dem Steem ist alles in Ordnung. Die geht so:
- Das erste Tier auf dem Steem ist für mich natürlich der Frosch.
- Der fühlt sich sehr wohl im Wasser, zusammen mit all den wohlgesonnenen Delfinen (Dolphins). Die begleiten ihn schon seit 2016 und sind dem Frosch die treuesten Freunde.
- Wir bloggen, wenn es etwas zu sagen gibt. Dabei begegnen wir immer zuverlässig dem Tweety von Twitter, der in der Darstellung meiner Tierreihe seine Twitter–Klamotten abgelegt hat. Wir können jeden Post damit versenden.
- Nach den Delfinen liegen mir die Minnows am Herzen, die etwas zu sagen haben. Sie schwimmen im Zentrum des Steem und sind eine stark gefährdete Art. Auf die muss man ganz besonders aufpassen, damit die Guten nicht verloren gehen.
- Weiter weg, zum rechten Ende der Tierordnung hin, stehen die Blasenblubberer. Die Blogger der hohlen Phrase machen viel Luft um nichts.
- Noch weiter weg in der Ordnung stehen die Kugelfische. Aufgeblasen zeigen sie ihre Stacheln. Das interessiert niemanden.
- Die Wale (Whales) stehen am weitesten weg von mir. Die haben gar nichts mit mir zu tun.
- Sie interessieren mich genau so viel, wie Stockfisch. Deswegen ist der auch so weit weg von mir. Damit er nicht rüber stinkt.
Das Rätsel konnte niemand lösen. Dabei ist es doch so einfach. Wer aber ein Wort herausgefunden hat, soll bitte Ansprüche auf das Preisgeld geltend machen. Die 5 SBD will ich gerne an die Teilnehmer verteilen, die ein Wort gefunden haben. Wer war das alles?
In eigener Sache
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